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Dienstag, 13. Februar 2007

Meine soft skills

1. Wenn ich falle, dann weich.
2. Die Toleranzgrenze überschreite ich locker.
3. Früher zog ich Mädchen am Zopf. Heute aus.
4. 95 % meiner Zeit verbringe ich mit der Bedienung von Software.
5. Ich besitze einen Wasserenthärter.
6. Meine Freizeit ist elastisch, flexibel und äußerst dehnbar.
7. Für den kreativen Ausdruck bevorzuge ich als Werkstoff Plastilin. Die grünen Männchen auf meinem Schreibtisch machen Spaß und regen zum Nachdenken an.

Weitergehende Fragen hoffe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch beantworten zu dürfen. Mit freundlichen Grüßen, Ihr WilderKaiser

Freitag, 2. Februar 2007

Comments,

anyone? Ich strecke mich jetzt aus. Oyasumi nasai, wie der Japaner zu sagen pflegt.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Rainers Ende

Rainer ist am Boden zerstört. Heroisch stemmte er sich im Vorgarten den Auswirkungen der Globalisierung entgegen, bis nur noch ein schmutziges Häufchen von ihm übrig blieb. Während er einst rebellisch seine Faust in den Himmel reckte und seine unproportionierte Nase stolz in den eisigen Wind der Freiheit hielt, kann ihn heute nichts mehr davor bewahren, in der Gosse zu landen. Sein prall gefüllter Wohlstandsbauch deutete schon darauf hin, dass seine imposante Erscheinung nur eine Täuschung war, die ihren Schmelzpunkt so oder so bald erreichen würde. Mach´s gut, Rainer, und grüß mir die anderen Schneemänner.

Sonntag, 28. Januar 2007

Begründungen



Der Schnee vor dem Haus hat jetzt den Rückzug angetreten und versickert allmählich im Regensburger Untergrund, so dass ich mich nicht mehr um ihn zu kümmern brauche - die kommende Woche wäre ich laut Blockwartliste der Räumbeauftragte gewesen. In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass Al Gores Dokumentationsfilm "Eine unbequeme Wahrheit", in dem es um die Folgen des Klimawandels geht, an einer amerikanischen Schule nicht gezeigt werden durfte. Grund dafür war die e-mail eines Vaters, der schrieb: "Sie werden meinem Kind nicht dieses Propaganda-Video von Al Gore zeigen, das unserer Nation - dem großartigsten Land, das jemals auf diesem Planeten existiert hat - die Schuld an der globalen Erwärmung gibt." Es gebe schließlich andere Gründe für die Erderwärmung - sie sei ein Zeichen der Rückkehr Jesu Christi angesichts des Jüngsten Gerichts (via Spiegel Online). Falls sich also einer meiner Nachbarn wieder künstlich darüber erregt, dass die Treppe nicht geputzt ist, weise ich ihn mit allem Nachdruck auf die bevorstehende Apokalypse hin. Es is eh schon alles wurscht. Das Motiv des lichtumflorten Schlüssels auf der Briefmarke erinnert mich übrigens stark an die Freimaurer.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Dieser Eintrag...

...dient nur dazu, in die twoday-Charts zu kommen. Er hat sonst keinen weiteren Sinn und Zweck und verfolgt auch keine anderen unlauteren Absichten. "Ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön..." (Die zweite Zeile dieses schönen, alten Volkslieds muss ich leider streichen, da sie für meinen Fall nicht zutrifft.)

Dienstag, 16. Januar 2007

Bitterkeit und Taumel

Smarf ist ein hochgelobter junger Autor, der aus seiner jahrelangen freiberuflichen Tätigkeit als Berater schöpfen konnte und uns Lesern nun seinen mit Spannung erwarteten Erstling vorlegt. "Heiterkeit und Melancholie" heißt das Werk, und die Protagonisten Michael und Merle sind mit einer solchen schmerzhaften und hellen Durchsichtigkeit gezeichnet, dass man manchmal einfach das Buch zur Seite legen und ein wenig träumen möchte. Pointiert und gekonnt führt uns Smarf in die Hölle der orgiastischen Swingerclubs, in denen sich während der Kohl- und Schröder-Ära eine entpolitisierte Sexualität Bahn brach und die gesellschaftliche Lethargie vergessen ließ. In dieses Bacchanal verpflanzt Smarf die Geschichte einer Liebe, die, anfänglich von Mißtrauen geprägt, zögerlich erblüht und in den letzten Kapiteln mit einem unvergleichlichen Furor auf die Katastrophe zusteuert. Im krassen Gegensatz dazu stehen die kontrastierenden Kapitel, die Michaels innere Verfassung während seiner Geschäftsreisen wiedergeben. Die äußere Welt ist grau, trist und trostlos. Michael empfindet sich immer mehr von dem geheimen Zentrum der Lust angezogen, das die von ihm besuchten Swinger-Clubs für ihn darstellen. Seine innere Zerrissenheit kommt am deutlichsten zum Vorschein, als er "wie ein Hund" vor der Besitzerin eines Swinger-Clubs im Dreck liegt und um Einlass bettelt, während Merle, bereits eingelassen, im Hochsteigen der Treppen auf Michael deutet und sich über seine desperate Lage zu amüsieren scheint. Die Schlüsselszene ist wohl diejenige, in der Michael, vom Akt mit einer gesichtslosen Partnerin gelangweilt, den Rücken Merles, die neben ihm auf dem Bauch liegt, mit faszinierenden Vergleichen beschreibt und ihn förmlich in den Sog seiner Sprache zu verschlingen scheint. Erst Merles Verschwinden rüttelt Michael auf und zwingt ihn, sich auf die Suche nach seiner Liebe zu begeben. "Heiterkeit und Melancholie" ist kein leicht verdaulicher Roman, der mit einem Augenzwinkern und einem Schuss Ironie den Irrsinn menschlicher Schicksale versüßt. Denn auch die deftigsten erotischen Szenen stehen für etwas anderes und sind ein Symbol für die Suche nach der eigenen Bestimmung.

Sonntag, 14. Januar 2007

Da fließt noch viel Wasser...

Im Winter 86 und 87 trieben wochenlang dicke Eisschollen dicht gedrängt auf der Donau, die ich auf meinem täglichen Weg zur Schule beobachten konnte. Im Zwielicht der Morgendämmerung dampften sie vor Kälte und knirschten, wenn sie aufeinander stießen. Eine komplett zugefrorene Donau habe ich allerdings noch nie erlebt, auch wenn es das schon gegeben haben soll. Jetzt fällt der Winter offensichtlich komplett aus, und auf den Herbst folgt der Frühling.

Freitag, 22. Dezember 2006

Sinn des Lebens...

...kostengünstig abzugeben. Kaum gebraucht, wird in OVP und mit Bedienungsanleitung geliefert. Weitere Features:

- echter "Alleskönner" durch Transzendenz-Modul
- incl. Existenz-Software "Logos"
- World 4.0 -kompatibel
- kostenlose Updates über GOTT-Datenbank
- mit USB-Kabel für die Bioschnittstelle

Als kleine Zugabe gibt´s "Eine kurze Geschichte der Zeit" von S. Hawking als Hörbuch. Es wird Ihnen schwer fallen, dabei ernst zu bleiben.

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Nöja

Ich könnte auch Kartenabreißer werden. Das stelle ich mir als schönen Beruf vor. Ich meine, das ist keine intellektuelle Großveranstaltung, aber man hat immer angenehme Unterhaltung und schlürft nebenher Cola aus einem Pappbecher. Dazu trägt man diese lustigen Uniformen. Das Gefühl der langsam anwachsenden abgerissenen Kartenecken gibt diesem Beruf etwas Griffiges und Anschauliches. Du stehst da wie Zerberus und alle, alle müssen sie an dir vorbei: Pommes-Opa, Nippes-Hausfrau, weißer Kragen. Hach ja. Das Blöde ist nur, dass Kartenabreißer immer wieder unsanft von ihren hehren Zielen abgebracht und dazu verdonnert werden, den Aschenbecher auszuleeren.

Samstag, 2. Dezember 2006

Direkt gefragt:

Gibt es eigentlich eine direkte Beziehung zwischen der Qualität eines Weblogs und dessen Besucherzahlen?

Rauschen

Auf den Seiten der BBC News
gibt es eine eindrucksvolle Foto-Slideshow zu den Restaurierungsarbeiten...
ElsaLaska - 7. Dezember, 12:00
Wie Sie sehen ... sehen Sie nichts.
Dafür gibt es umso mehr zu hören. Tiberius...
ElsaLaska - 6. Dezember, 21:41
Der H.H. Erzbischof Zollitsch über die Alte Messe.
Ein Auszug aus einem kath.net-Beitrag. >>Auch. ..
ElsaLaska - 6. Dezember, 20:47
Im letzten Moment
doch noch einen Adventskranz ergattert, diesmal mit...
zuckerwattewolkenmond - 6. Dezember, 16:54
Kaiserslautern und Speyer.
Aus dem Bistum Speyer kommt folgende Meldung für...
ElsaLaska - 6. Dezember, 11:02
Kann mir mal jemand erklären,
was es mit Schrödingers Katze auf sich hat? Ich...
Anobella - 6. Dezember, 09:26
Für unsere Berufenen: Mario und Florian
Niemand hat euch einen Rosengarten versprochen. Aber...
ElsaLaska - 5. Dezember, 23:06
40 Jahre Liturgiereform - 10 Fragen an S. E. Annibale Bugnini....
Warum ist das Schlussevangelium entfallen? Im Schlussevangelium...
ElsaLaska - 5. Dezember, 22:09

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