In 30 Tagen um die Welt

Montag, 5. Juni 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (14)

Sophia schien nach ihrem gereizten Fauchen plötzlich wie in Trance erstarrt. Dann durchlief sie ein Beben, und sie sank langsam zu Boden. Ihre Augen und ihr Mund blieben dabei offen stehen, ihr Blick war jedoch glasig und in eine ungeheure Ferne gerichtet. Dem Raben und den beiden Ameisen war dieser Anblick äußerst umheimlich. Nach einigen Minuten erholte sich Sophia langsam wieder und lief desorientiert auf und ab. "Was war mit dir?", fragte Muksch. "Ich weiß es selbst nicht. Carlos, ich hatte unrecht. Seht zu, dass ihr so schnell wie möglich von hier verschwindet, und steigt nie höher als die Hügelkette, die ihr hinter dem Haus seht. Rastet am Tag, und fliegt in der Nacht. Ein riesiges Geschwader ist rastlos auf der Suche nach uns. Ich schlage vor, ihr nehmt zunächst den Weg landeinwärts, dort werden sie euch am wenigsten vermuten." Sophia gab Miks und Muksch wortlos einige winzige Päckchen, die säuberlich verschnürt einige Schriftstücke enthielten. Danach torkelte sie ins Freie und starrte gebannt auf den Horizont über dem Meer. Captain Carlos wandte sich an Miks und Muksch: "Alles gepackt? Los, jetzt muss alles sehr schnell gehen." Sie klammerten sich an seinen Federn fest und nahmen auf seinem Rücken Platz. Auf der Terrasse trippelte Carlos bis zur ersten Stufe, nickte Sophia stumm zu und erhob sich mit ein paar kräftigen Flügelschlägen in die Luft. Wieder schmolz unter ihnen die Welt zu einem bunten Flickenteppich zusammen. Sophia war bald nur noch zu erahnen, und schließlich wurde sie vom Dach des Hauses verdeckt, in dem sie wohnte. Sie flogen eine Weile über eine karstige Hochebene, als der Rabe plötzlich landete. "He, was ist los?" "Verpflegung, Jungs. Ich habe hier ein kleines Lager angelegt, aus dem wir ein paar Dinge mitnehmen werden." "Wen werden wir denn in Damaskus treffen?" "Naja, wen wohl...Storch Schnabel natürlich.", sagte Captain Carlos ziemlich beiäufig. Miks pfiff anerkennend durch die Zähne. "Hast du so etwas Ähnliches bei Sophia schon einmal gesehen?", fragte Muksch. "Ich glaube, schon ein- oder zweimal, allerdings ohne dass sie es bemerkt hätte. Macht euch keine Gedanken..." - "...denn auch mir ist das schon einmal passiert.", ergänzte der Rabe in Gedanken. An dem Stein, bei dem sie gelandet waren, strich ein scharfer Wind vorbei. Captain Carlos trank einen Schluck Wasser, das sich in einer Pfütze auf dem Stein gesammelt hatte. Als er den Kopf wieder hob, verdüsterte sich seine Miene schlagartig. "Meine Güte, Sophia..."

Donnerstag, 18. Mai 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (13)

"Wie ging es weiter?" piepste Muksch. Sophia flüsterte jetzt: "Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Der samaritische Bund ging in den Untergrund und gewann immer mehr Verbündete. Je mehr er unterdrückt wurde, um so mehr Unterstützer konnte er auf seine Seite ziehen, und die Tiere forderten alsbald demokratische Wahlen und Redefreiheit. Immidates sieht sich momentan von einem Rat umstellt, der jeden seiner Schritte argwöhnisch beobachtet, den Forderungen der übrigen Tiere aber ablehnend gegenübersteht. Er kann jetzt keinen Schritt mehr tun, der ihm nicht vorher vom Rat erlaubt worden wäre. Die Epidemie der mutierten Tiere ist aber nach wie vor weder aufgehalten noch zurückgedrängt. Es ist der Mensch, in dessen Umkreis sie immer wieder auftauchen. Er überzieht den Wald mit Feuer und die Ozeane mit einem dünnen Ölfilm." "Was ist eigentlich mit den Fischen?" fragte Muksch etwas gedankenlos. "Die Fische haben ihr eigenes Reich. Sie sympathisieren mit uns, aber sie müssen sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Ich bedauere das zwar sehr, verstehe aber auch, dass eine Verständigung zwischen uns Landtieren und den Fischen mit vielen Hindernissen verknüpft ist." Captain Carlos stürzte atemlos herein, feuerte einige Dinge, die gerade in Reichweite waren, in einen kleinen Lederbeutel und schoss zwischen den Ecken des Raumes hin und her. "Carlos, was ist?" "Wir fliehen. Jetzt. Sofort." "Aber es ist doch nur ein Späher.", antwortete Sophia, "wie wir ihn schon so oft am Himmel entdeckt haben. Nie ist ihm auch nur ein einziger Vogel gefolgt." "Dieses Mal ist es etwas anderes. Wir brauchen nur das Nötigste, und wenn das eingepackt ist, werden wir aufbrechen. Ich habe ja bereits den Auftrag erhalten, so schnell wie möglich nach Damaskus zu kommen." Sophia stupste ihn leicht mit ihrem Schweif an der Seite an. Captain Carlos sah sie verwundert an, begriff dann aber sofort. "Ihr beide müsst mit mir kommen." Miks verschränkte die Arme und sagte: "Nein, wir bleiben hier, bei Miss Sophia." "Das freut mich", sagte Sophia und schnurrte mit kurz geschlossenen Augen. "Aber ich bitte euch, einige Dokumente zu einem befreundeten Volk zu bringen, das euch herzlich aufnehmen wird, sobald sie erfahren, dass ihr von mir geschickt worden seid." Miks sah Muksch an. Muksch zuckte mit den Achseln und wartete begierig darauf, noch mehr von Sophia zu erfahren. "Wir müssen den Rat davon überzeugen, dass er mit uns kooperiert", sagte Sophia nach einer längeren Pause. "Die Insekten sind das zahlenmäßig größte Volk und werden im Rat durch Prinzessin Leonora, eine Rotameise, vertreten, die uns zwar verbunden, aber noch sehr jung und unerfahren ist." "Im Gegensatz zu Sophia, die schon zweieinhalbtausend Jahre auf dem Buckel hat", warf Captain Carlos ziemlich grob ein. Sophia fauchte ihn gereizt an, so dass er erschrocken zurückwich.

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (12)

Miks sah kurz zu Captain Carlos auf. Im Gegenlicht hatte er fast das Aussehen eines düsteren Sturmvogels. Und tatsächlich entging Miks die dicke Sorgenfalte nicht, die wie ein drohendes Gewitter über seiner Stirn hing. Immer wieder sah Captain Carlos fast sehnsüchtig zum Horizont, als erwarte er von dort die Antwort auf seine Fragen. Während der Rabe nervös auf- und ablief, verlor Sophia keine Spur ihrer Gelassenheit. Unermüdlich suchte sie nach Worten, um den Ameisen ihre Lage zu erklären, und erzählte doch flüssig und ohne zu stocken. "Nun sollte aus der Mitte der Abgeordneten ein Lord-Protector berufen werden, der die übrig gebliebenen und noch nicht mutierten Tiere einen sollte. Als charismatischer Redner tat sich dabei Helvetius, ein schwarzer Panther, hervor. Er wetterte gegen die Missstände und die Untätigkeit der vergangenen Jahre und rief dabei jene zur Ordnung, die den Rat durch Intrigen von innen heraus zersetzten. Dadurch bekam er beinahe jede Stimme des Rates und wurde zum Lord-Protector auf Lebenszeit ernannt. Einige Tiere, die nicht für ihn gestimmt hatten, kamen nach wenigen Monaten unter mysteriösen Umständen ums Leben. Helvetius wütete weiter wie ein Berserker und schonte dabei weder Freund noch Feind; seine Gegner wurden beseitigt und mundtot gemacht, seine Freunde hingegen gegeneinander ausgespielt. Seinen Worten zufolge würde er die in der Ratsversammlung vertretenen Völker reinigen und zu alter Stärke zurückführen. Es gab niemanden mehr, für den er zugänglich war, außer für seinen Sohn Immidates. Immidates war ein besonderes Geschöpf, das direkt aus der Hölle zu stammen schien. Er versammelte die vergnügungssüchtigste Gesellschaft um sich, wie ein in voller Blüte stehender Baum die Bienen anzieht, nur dass es sich hier um den Gestank einer Stinkmorchel handelte. Immidates lebte wie ein arabischer Prinz die bizarrsten Einfälle und Launen aus. Einmal geschah es, dass er nach einer durchgefeierten Nacht eine zufällig vorbeilaufende Gazelle anfiel und sich in sie verbiss. Das arme Tier schleppte ihn wohl noch einige Kilometer weit, brach aber dann zusammen und begrub ihn unter sich. Dabei fiel sie so unglücklich, dass eines ihrer Hörner knapp an der Luftröhre vorbei seinen Hals durchbohrte. Ein Hamster, der alles aus sicherer Entfernung beobachtet hatte, pfiff einige Tiere des samaritischen Bundes herbei, die Immidates vom Horn der sterbenden Gazelle trennten und ihn wundärztlich versorgten. Er ließ sich das alles gefallen, beobachtete sie aufmerksam bei der Verrichtung ihrer Tätigkeiten und zog, noch immer berauscht, von dannen. Was folgte, was eine beispiellose Verfolgungsaktion, die die alle Mitglieder des samaritischen Bundes beinahe ausgerottet hätte. Wenige Wochen später starb Helvetius am Biss einer Schlange, und Immidates wurde sein Nachfolger als Lord-Protector. Doch seine Macht hatte den Zenit bereits überschritten und verfiel zusehends. Führende Mitglieder des Rates wandten sich von ihm ab, und ein Bürgerkrieg unter den Tieren stand kurz bevor." Sophia seufzte. Captain Carlos stieß einen leisen Pfiff aus, als er den kopf zurücklegte und in den Himmel starrte. "Ein Späher! Ganz oben kreist ein Turmfalke und hat uns vielleicht bereits gesehen! Schnell ins Haus, bevor er noch mehr erkennen kann! Hoffen wir, dass er unser Versteck nicht entdeckt hat!" Sophia stand auf, bot den beiden Ameisen ihre Pfote an, die sie erklommen, und schlich lautlos in das Haus. Drinnen war es kühl und dunkel. Miks sah, eingekrallt in Sophias Fell, wie Captain Carlos langsam rückwärts auf den Eingang zuging, als versuche er, eine riesige Armada angriffslustiger Raubvögel abzuwehren.

Samstag, 13. Mai 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (11)

Sophia fuhr ungerührt von den staunenden Ameisen fort: "Ich glaube, ich muss euch einiges erklären. Ich weiß nur nicht, wo ich anfangen soll. Nun gut, alles begann damit, dass der Mensch vor Jahrzehnten begann, in großem Stil Wälder zu roden. Das war ein Verstoß gegen die stillschweigende Übereinkunft, dass das flache Land dem Menschen gehörte, der Wald aber allen wilden Tieren Zuhause und Zuflucht sein sollte. Es war bis jetzt noch nie passiert, dass der Mensch versuchte, in die Reservate der Tiere einzudringen. Gut, es hatte immer Völker gegeben, die dem Wald überhaupt keine Achtung entgegenbrachten und ihn als störend und hinderlich empfanden, wie etwa die Römer. Aber der Wald eroberte sich zurück, was ihm der Mensch genommen hatte, wenn auch nicht unbedingt an derselben Stelle. Die wilden Tiere lebten ihr gückliches Leben, abgeschieden von den lärmenden Gestaden der Menschen, und man hätte bis zum Ende der Welt gut miteinander auskommen können. Das kreischende Lied der Kettensäge und der feine Duft des Rodungsfeuers aber setzte nun ganze Tierstämme in Bewegung und trieb sie in Gegenden, in denen sie den angestammten Bewohnern die karge Beute wegfraßen, so dass die unterlegenen Populationen nach und nach ausstarben. Aber das war nicht das einzige Übel. Denn genau an den Stellen, an denen der Mensch gewütet hatte, sah man neue Tiere entstehen, unemepfindlich gegen die Menschen, Aasjäger, schwarze Insekten, die einen ekelhaften Geruch verströmten und die Luft verpesteten, Nager, die sich in irrsinnigen Zyklen ohne Sinn und Verstand vermehrten, und das alles nur mit dem einen Ziel, alle anderen Tiere zurückzudrängen. Sie trauerten nicht, wenn der Mensch sie massenweise tötete, sie steigerten einfach die Zahl ihrer Nachkommen. Und so schmolz auch das Bündnis der Tiere untereinander langsam auf ein paar Unentwegte zusammen, die sich gegenseitig unterstützen und helfen, wo sie nur können. Es wurde ein Rat der Tiere ins Leben gerufen, um der wachsenden inneren und äußeren Bedrohung Herr zu werden. Ihm gehörten die edelsten Tiere des jeweiligen Stammes an; aber Einzelinteressen verhinderten auch hier, dass wir eine schlagkräftige Truppe bilden konnten. Und immer deutlicher vernehmbar klopfte die bedrohlich wachsende Gemeinschaft der neuen Generation an unsere Türe, während hinter dieser Türe über einzelne Fleischmengen gestritten wurde, die einem Tiger zum Verzehr gestattet waren. Eine kleine Gruppe spaltete sich von diesem Rat ab und wollte mit ihrem Handeln ein Zeichen setzen. Sie organisierte Konferenzen, in denen jede Stimme gehört wurde, schlichtete Streitigkeiten und versorgte diejenigen, die besondere Not litten." Miks und Muksch folgten atemlos ihren Ausführungen, während Captain Carlos unruhig auf und ab ging, mit den Augen den Horizont absuchend. Miks besann sich und wollte eine Frage stellen. "Nicht so hastig, mein junger Freund. Du erfährst es schon zur richtigen Zeit.", sagte Sophia, ihn sanft zurechtweisend.

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Mittwoch, 10. Mai 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (10)

Während das Frühstück von Sophia höchst würdevoll und gemessen serviert wurde, war Muksch bereits auf dem Höhepunkt seiner Tatkraft angelangt und schmiedete Pläne für den wunderschönen Tag, der vor ihnen lag. "Wir müssen zum Meer. Und baden. Danach legen wir uns in die Sonne. Nachmittags drehen wir eine Runde durch das Dorf. Und abends essen wir eine Kleinigkeit und hören beim Sonnenuntergang den Vögeln zu. Oder?" Miks gähnte und sah mit abwesendem Blick in den Boden. Er nahm keinerlei Notiz von Mukschs aufgedrehtem Gerede. Sophia lächelte, als sie die beiden vor ihren Tellerchen sitzen sah. "Einer von euch beiden muss unbedingt ein wenig wacher und der andere ein wenig müder werden", lachte sie und schob ihnen zwei winzige Täßchen Espresso hin. Miks wollte sie fragen, woher sie denn Captain Carlos kennen würde. Aber bevor diese Frage eine konkrete Form in seinem Kopf annehmen konnte, zerfloss sie schon wieder zu einem diffusen Nebel. Er blickte Sophia an und nahm in ihren Augen für den Bruchteil einer Sekunde ein gefährliches Blitzen wahr, das ihn stark beunruhigte. "Miks, nun sag doch auch mal was! Guten Morgen zum Beispiel!" Muksch wurde immer vergnügter. Miks antwortete matt: "Ja, gehen wir hinunter zum Meer." Muksch fragte Sophia: "Kannst du unsere Abwesenheit einen ganzen Tag lang entbehren?" "Geht nur an den Strand, es wird euch betimmt gut tun." Nach dem Frühstück verstauten sie ein kleines Picknick in einem Korb und schlugen den Weg zum Meer ein, das ihnen laut entgegenbrüllte. Als sie eine Weile dahingeschlendert waren, drehte sich Miks um. Er sah, wie Captain Carlos auf die Terrasse zuflog, auf der sie soeben gefrühstückt hatten, und stieß Muksch in die Seite: "Da! Siehst du ihn?" Muksch drehte sich um: "Wen denn?" "Na, Captain Carlos." "Waas? Der Rabe ist hier?" "Ja, richtig. Ich habe die beiden, Sophia und Captain Carlos, gestern nacht bei einem Gespräch im Garten belauscht." "Komm, wir kehren um und überraschen sie." In Windeseile waren sie wieder zur Terrasse zurückgelaufen. Sie spurteten auf Sophia und Captain Carlos zu, die in einer schattigen Ecke der Terrasse ins Gespräch vertieft waren. "Hallo Herr Kampfrabe, Sie auch hier?" rief Miks ironisch, als sie vor ihnen anhielten. Sophia antwortete gelassen: "Nehmt nur Platz, wir haben euch bereits erwartet und uns gerade über euch unterhalten." Ihr Silberblick, der Verheißung und dunkle Ahnung in sich barg, folgte.

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Dienstag, 9. Mai 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (9)

Miks erwachte mitten in der tiefsten Nacht. Die Zikaden hatten bereits zu singen aufgehört, und fahler Mondschein beleuchtete die kühlen Steinplatten vor ihm. Muksch lag neben ihm und atmete regelmäßig. Er schlug das weiche Deckchen zurück und beschloss, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Frische Luft würde ihm sicher dabei helfen, Ordnung in seinem verwirrten Kopf zu schaffen. Schon seit Stunden stellte er sich unaufhörlich die gleichen Fragen, und sein Schlaf war bisher alles andere als erholsam gewesen. Er wagte sich bis an den Rand der Terrasse vor und wollte gerade in den Garten hinabklettern, da sah er im Halbdunkel unter einem Olivenbaum zwei fast reglose Gestalten sitzen, die sich flüsternd unterhielten. Erst konnte er nicht verstehen, was sie miteinander besprachen, aber dann drehte der vom Meer heraufkommende Wind leicht und trug einige Wortfetzen an sein Ohr. "Du weißt, wir müssen es bis zur Konferenz schaffen. Vieles bereitet mir noch Sorgen, und vor allem die Insekten, die zahlenmäßig größte Gruppe.." "Nun, mit den Insekten will ich nichts zu schaffen haben. Ich bin auch nicht besonders beliebt bei ihnen, fürchte ich..." Die beiden Gestalten schwiegen. Es regte sich etwas, und der silberne Glanz eines pirouettendrehenden Schweifs verriet Miks, wer da unter dem Baum saß. Sophia Pythia unterhielt sich mit einem Bekannten, aber so sehr sich Miks auch anstrengte, er konnte nicht erkennen, wer es war. Er mußte und wollte es wissen! Aufgeregt näherte er sich dem Olivenbaum, dessen Schatten ihn geradezu magisch anzog. Er nutzte das Gras als Deckung und versuchte, möglichst lautlos an die beiden Flüsternden heranzukommen. "Weißt du, Sophia, es macht mich traurig, dass so viele Völker von ihren Versprechen abfallen..." "Du darfst nicht aufgeben! Nur noch ein klein wenig, und wir haben unser Ziel erreicht. Kämpf weiter! Du bist sehr stark..." Miks war nun nur noch eine Handbreit von den Sprechenden entfernt. Die Brandung durchwebte leise die Stille, die nach diesen letzten Worten herrschte. Der Gesprächspartner Sophias drehte kurz seinen Kopf...das war nicht möglich. Miks erkannte das Profil sofort und biss sich in sein Beinchen, um nicht laut aufzuschreien. Captain Carlos und Sophia schwiegen und warfen sich vertraute und vielsagende Blicke zu.

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Montag, 8. Mai 2006

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (8)

"Na, ihr beiden Superhelden, wieder aufgewacht?", sagte eine tiefe, dunkle Katzenstimme zu ihm, als Miks wieder die Augen aufschlug. Vor ihm und Muksch stand eine ausgewachsene Katze mit einer markanten Musterung des Fells: im Gesicht und am Kopf braun mit schwarzen Tupfern über den Nasen und den Augen, am Hals und am restlichen Körper in ein von Silberfäden durchzogenes Weiß auslaufend. Miks blinzelte zu ihr hoch. "Ich bin Sophia. Sophia Pythia.", stellte sie sich vor. Miks erinnerte sich an all die Legenden und Mythen, die sich bei den Ameisenvölkern um Katzen rankten. Es war also doch wahr, dass der Geist der Orakelpriesterin Pythia auf eine Katze übergegangen war. Miks und Musch lagen auf einer sonnenbeschienenen Steinterrasse, auf der man einen malerischen Ausblick auf ein Bergdorf hatte, das sich kaskadenartig zum Meer hinabschlängelte. "Habt keine Angst. Hier seid ihr vorläufig sicher. Ich habe euch etwas zu essen zubereitet. Es steht dort drüben. Erholt euch von euren Strapazen und meldet euch, wenn ihr etwas benötigt." Sie sah Miks und Muksch mit einem sonderbaren Silberblick an, der zugleich Verheißung und dunkle Ahnung ausdrückte. Dann verschwand sie lautlos hinter einem Vorhang, der in einem Türrahmen hing. Miks fühlte sich äußerst benommen. Aber er lebte, und sein erwachender, ungeheurer Appetit ließ ihn auf das von Sophia bereitgestellte Essen zukrabbeln. "Was ist denn jetzt schon wieder los?", rief Muksch. Er träumte; anders wußte sich Miks seinen Ausruf nicht zu deuten. Muksch machte einige angedeutete Abwehrbewegungen, die wie Schattenboxen aussahen, dann rief er erneut: "Weg da! Geh weg!" Es war an der Zeit, ihn aufzuwecken. "Muksch, wach auf!" Miks rüttelte ihn wach. "Miks, du hier?", fragte Muksch verwundert und sah ihn mit glänzenden Augen an. Er befand sich immer noch in seinem Traum. "Muksch, wir haben überlebt, zumindest das", seufzte Miks. "Auch wenn ich nicht weiß, wo wir sind und wer uns hierhergebracht hat. Aber es gibt was zu essen." "Waaas?" Muksch rieb sich die Augen. Offenbar entsprach das, was er sah, seinen Erwartungen, denn er war sofort bester Laune. "Fantastisch! Fantastisch!", rief Muksch immer wieder, als sie sich mampfend und kauend das bereitgestellte Essen einverleibten. Miks nickte stumm, hatte jedoch den Mund zu voll, um ihm beizupflichten. Sophia hatte ihnen kleine Fleischröllchen vorbereitet, die in Weinblätter eingerollt waren; sie hatte das Schulterfleisch in einen Sud aus Kräutern und Knoblauch eingelegt und es später mit einem Teigmantel langsam vorgebraten. Dazu gab es mit Kräutersahne gefüllte Oliven auf hauchdünnen Tomatenscheiben, die butterweich auf der Zunge zergingen, und knusprige kleine Brötchen aus Ölteig. Später lagen sie gesättigt und ausgeruht auf der Terrasse und beobachteten die Sonne, die als rote Scheibe im Meer versank. "Lass uns hier bleiben..." seufzte Muksch. "Was sind schon Feuerameisen in Australien gegen das hier?" "Ich habe das dumpfe Gefühl, dass Sophia Pythia uns noch einige Überraschungen bescheren wird", antwortete Miks.

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Samstag, 6. Mai 2006

In den Alpen (7)

Miks und Muksch wachten auf und blinzelten in die blendenden Strahlen der Morgensonne. Unter ihnen zogen schneebedeckte, wolkenumhüllte Gipfel vorbei, die sie vage an die Schaumkronen der Nordsee erinnerten. "Wo sind wir?" fragte Miks. "Frühstück", quäkte dagegen Muksch schlaftrunken aus seiner Ecke. Ihm war, als hätte er soeben den gorgonischen Raben bezwungen. Dann fiel ihm siedendheiß das Messer wieder ein. "Sag mal, Miks, haben wir überhaupt ein Messer dabei?" Miks überlegte. "Ich glaube schon", sagte Miks, griff nach unten und zog ein kunstvoll verziertes Messer hervor. "Ach, ein Glück!" "Frag doch mal unseren Captain, wo wir uns gerade befinden." "He, Rabääää! Woooo sind wiiiiir?" "Wir überfliegen die Alpen. Da vorne ist übrigens der Wilde Kaiser, und gleich nebenan der Zahme Kaiser." "Seltsame Namen. Wer sich so etwas ausgedacht haben mag?", dachte Muksch. Es wurde Zeit, ihren Plan in die Tat umzusetzen. "Miks, du schneidest langsam an deiner Seite die Taue an. Aber nicht durchschneiden, nur so, dass sie gerade noch halten. Ich mache das auf meiner Seite ebenso. Und auf mein Zeichen hin rütteln wir am Segelflieger, bis die Taue reißen. Alles klar?" "Klar." Miks nickte und beugte sich über die Bordwand. Nach einer halben Ewigkeit tauchte sein Kopf wieder auf und er gab Muksch das Messer. Muksch säbelte ebenfalls an den Tauen herum. Als er fertig war, setzte er sich wieder gerade hin und wartete, bis ein paar Minuten verstrichen waren. "JETZT!", brüllte Muksch aus Leibeskräften. Sie rüttelten an ihrem Gefährt, bis die Taue gerissen waren, und wirbelten plötzlich durch die Luft. Der Rabe flog ungerührt weiter und schrumpfte schnell auf einen dunklen Fleck zusammen. Es schien, als habe er ihre Flucht noch nicht einmal bemerkt. Über ihnen türmten sich riesige Wolken, die ihren Segelflieger ansaugten und wie wild in der Luft tanzen ließen. Ihnen beiden wurde ohne das wärmende Gefieder des Raben sehr, sehr kalt; sie froren erbärmlich. Aber das war ihr geringstes Problem. Der Segelflieger ließ sich nicht manövrieren, und sie hatten alle Mühe, nicht kopfüber aus ihm hinauszufallen. Nach einer Weile trudelten sie einen dunklen Schlund hinab, in dem sich eisiger Wind und Schneeflocken zu einem ungebändigten Sturm vereinten, der sie mit rasender Geschwindigkeit wieder zurück zur Erde beförderte. Eine Bruchlandung hätte sie beide mit Sicherheit getötet. Muksch versuchte daher, die Stellung der Flügel zu korrigieren, aber da er mit aller Kraft einen Flügel zur Seite ziehen wollte, rissen die durch die Kälte spröden Hanfseilchen ab. Ein kräftiger Windstoß fegte schließlich den Flügel von Mukschs Seite. Unter diesen Umständen war ein Absturz nicht mehr zu verhindern. Wider Erwarten landeten sie aber äußerst weich im nassen Schnee. "Muksch, ich friee--re, brrrr." "Jaaa, mi-r ist auch kaa-aa-lt." In der Nähe hörte Muksch ein Geräusch wie von einem flatternden Vogel. Sie durften nicht erfrieren, aber sie durften auch nicht zur Beute werden. Lange würden sie so nicht mehr durchhalten. Er sah zu Miks hinüber, der mit geschlossenen Augen dalag und am ganzen Leib zitterte. Er wollte zu ihm hinübergehen und ihn wärmen, aber seine Füße gehorchten ihm nicht mehr. Bevor ihm die Sinne schwanden, sah er einen riesigen schwarzen Schnabel auf sich zuschiessen. "Jetzt ist alles aus", dachte er und wünschte sich einen schnellen, schmerzlosen Tod.

Freitag, 5. Mai 2006

Hoch in der Luft (6)

Miks und Muksch zerrten ihren Segelflieger mit den restlichen Hanfseilen auf dem schwarzen Raben fest und stiegen dann selbst ein. Captain Carlos hüpfte ein paar Mal auf und ab, woraufhin Muksch grün anlief und sich immer tiefer in seinen Sitz quetschte. Hilfesuchend sah er Miks an, der mit einem Lächeln das wahnsinnige Geschaukel genoss. "Ach, Muksch, du hast doch nicht etwa Flugangst?" Miks redete weiter und weiter, aber sein unaufhörlicher und sich langsam steigernder Redefluss beruhigte Muksch keineswegs. Er wollte, dass er still war, brachte aber nichts außer einem Wimmern zustande. Ihm war abgrundtief schlecht. Captain Carlos krächzte in die Nacht, und der vielstimmige Chor der Raben antwortete ihm. So drehte er eine elegante Kurve über das Blätterdach der Linden hinweg und steuerte geradewegs den Himmel an. Miks freute sich über die vielen bunten Lichter, die von unten heraufschimmerten. "Muksch, sieh doch mal. Was für ein atemberaubender Anblick!" Muksch würgte vor sich hin und hielt seinen Kopf über den Rand des Segelfliegers. "Und, wie gefällt es euch?" rief Captain Carlos, der offensichtlich ziemlich außer Puste war. "Ich glaube, Muksch hat weniger Spaß daran", schrie Miks in den brausenden Wind hinein. "Es geht nach Süden. Achtung, festhalten!" Und erneut vollzog er eine abenteuerliche Wendung und stürzte in ein Wolkenloch, um dann in einer abflachenden Kurve geradeaus weiterzufliegen. "Mach das nie wieder, du blöder Rabe", presste Muksch mit matter Stimme hervor. Er war auf den Boden des Segelfliegers hinabgerutscht und hielt sich den Bauch. Miks stieß ihn verschwörerisch an und sagte leise, so dass Muksch ihn gerade noch verstehen konnte: "Meinst du, wir können Vertrauen in ihn haben? Wer weiß, vielleicht setzt er uns irgendwo ab und verspeist uns dann, nur weil er Hunger hat. Du siehst ja, wie sehr ihn das Fliegen anstrengt." "Ich habe jedenfalls kein Vertrauen mehr in ihn, seit ich hier eingestiegen bin. Ich glaube, dass unser Segelflieger uns wesentlich ruhiger fortträgt als dieser Halunke." "Vielleicht reisen wir noch ein kleines Stück mit ihm, und dann schneiden wir uns einfach ohne Vorankündigung los." Das waren die letzten Worte, die die beiden wechselten, bevor sie aufgrund der Aufregung, höchst übermüdet und weil es nichts mehr zu besprechen gab in einen tiefen Schlaf fielen und zu schnarchen begannen. Das kalte, klare Licht des Halbmonds übergoss ihre Gesichter, während Captain Carlos in höchster Eile einem unbekannten Ziel entgegeneilte. Drei Reisende, die wie Schatten über das nur zu erahnende Land unter ihren Füßen dahinflogen - sie waren für einen unbeteiligten Beobachter eine recht seltsame Reisegemeinschaft, die schon sehr bald getrennte Wege einschlagen würde. Jedenfalls, wenn es nach Muksch und seinem Traum ging. Er sah sich als Herkules, der mit seinen starken Kiefern die Taue zerbiss, mit denen sie an den verrückten Raben gekettet waren. Leider hatten sie tatsächlich in aller Eile vergessen, ein Messer einzustecken. Muksch hielt das zwar nicht für wahr, er glaubte, ein glänzendes Messer in seinen Händen gesehen zu haben, aber Miks versicherte ihm immer wieder das Gegenteil.

Mittwoch, 3. Mai 2006

Hamburg Altona, Pailmaille (5)

Die Stadt hatte sich bereits zu einem ausgedehnten Schlaf zurückgezogen. Die Geräusche ebbten nach und nach ab, und nur noch selten sang ein Autoreifen sein Lied auf dem Asphalt. Stille senkte sich wie Nebel auf die Dächer und Lider. Die Dämmerung schickte ihren kalten Hauch voraus, unter dem die Vögel erschauerten und schnell ihr Nachtquartier aufsuchten. In konzentrischen Kreisen begann der schwere, alptraumhafte Schlaf von der Pailmaille ausgehend jedes Lachen im Umkreis zu ersticken. Die Bars und Kneipen schlossen viel früher als gewöhnlich, da die Besitzer plötzlich ein schmerzhaftes Ziehen hinter ihrer Stirn verspürten und ihnen ihr eigenes Zuhause wie eine verlockende Gelegenheit erschien. Es war die Stunde der Raben. Miks und Muksch hatten in aller Eile stumm ihren Flieger zusammengeflickt und ihn unter Einsatz aller Kräfte unter den Stamm einer großen Linde geschoben. Das diffuse Licht der Laternen erhellte ihre verstörten Mienen. Sie tasteten hinter sich die vertraute Rinde eines Baums, während sich um sie herum eine unwirkliche Welt auftat. Dann hörten sie plötzlich ein leises Sirren, das sich immer mehr zu einem Brausen verdichtete. Sie hielten die Hände vor ihre Augen, um sie vor dem herumwirbelnden Staub zu schützen. Als sie wieder etwas sehen konnten, glaubten sie, in ein schwarzes Loch zu blicken. Captain Carlos, ein Rabe, kehrte gerade von einer ausgedehnten Reise zurück und putzte sich das Gefieder. "Hallo-", flüsterte Muksch mit belegter Stimme. Er räusperte sich. Miks war einer Ohnmacht nahe. "Hallo", rief Muksch aus Leibeskräften. "RRRUUUHHÄÄÄ!!!" krächzte der Rabe als Antwort und wandte sich ihnen zu. Er trug eine schwarze Uniform mit einer einzelnen, blau gefärbten Feder. Eine Augenklappe bedeckte das rechte Auge. Er machte wirklich einen sehr schneidigen Eindruck. "Was habän wirr dänn da? Ameisen? Ich hätte gute Lust, euch zu verspeisen!", sagte er und rammte seinen Schnabel direkt vor Miks und Muksch so heftig in den Boden, dass die Erdbrökchen in alle Richtungen davonspritzten. "Nein, nein, nicht. Was können wir dir schon tun? Wir sind dir hundertfach unterlegen. Hör uns an, bitte!" Muksch wußte nicht mehr so genau, was er da hinausschrie. "Ich bin abärr in einer sährr wichtigen Mission unterwegs und habe keinä Zeit." "Wir müssen ja nicht wissen, wo du genau hin willst, wenn du uns nur mit unserem Gefährt hoch in den Wolken absetzst." Muksch trat einen Schritt zur Seite und gab Captain Carlos den Blick auf ihren Segelflieger frei. Captain Carlos lachte heiser, als er den Segelflieger sah; es hörte sich an wie ein krampfhafter Husten. Miks griff sich an seine Stirn und kippte beinahe um. Dann richtete er sich auf und schleuderte dem Captain wutentbrannt entgegen: "Nimm uns schon mit, du alter, bösartiger Kampfrabe!" Miks sank erschöpft zurück. Captain Carlos trippelte einige Schritte auf Miks zu und betrachtete ihn eindringlich mit seinem gesunden Auge. "Wie war das?" sagte er leise, aber mit einem unüberhörbaren Donnergrollen in seiner Stimme. "Ihrrr glaubt wohl, weil ihr Ameisen seid, könnt ihrrr euch alles erlauben?" Muksch zuckte zusammen. Gleich würde er sie beide fressen, wie er es angekündigt hatte. Doch dann lachte der Rabe lauthals. "Hahaha. Also gut, ich nehme euch mit und lasse euch in den Wolken aussteigen. Ich kann garr nicht andärrs, als euren tollkühnen Mut zu räspäktieren. Schließlich bin ich ein Kampfrabää, hahaha." Miks war von dieser unvorhergesehenen Wendung mehr als überrascht und äußerst mißtrauisch. Er hatte noch nie etwas Gutes über Raben gehört. Als er einen kurzen Seitenblick auf Muksch erhaschte, bemerkte er an seinem sorgenvollem Gesicht, dass diesem ähnliche Gedanken durch den Kopf gingen. "Gut, laden wir den Flieger auf.", sagte Muksch knapp.

Rauschen

Meine Mutter
geht jetzt ins Fitnessstudio (erzählt sie mir...
zuckerwattewolkenmond - 6. Oktober, 19:37
Öffentlich-rechtliche r Frust
Alles wegen dem ZDF! Ich sollte doch bei der GEZ kündigen,...
hith - 6. Oktober, 18:55
Dab’n'dudei
Wieso geht eine Woche Urlaub eigentlich viel schneller...
Frau Schaaf - 6. Oktober, 18:30
Heute morgen, Blick aus dem Labor:
Foto, Regenbogen
hith - 6. Oktober, 11:18
Ein neuer Anfang (wieder ausgebuddelt)
Ich finds immer wieder spannend, was man beim Ausmisten...
zuckerwattewolkenmond - 5. Oktober, 21:41
Vollbüttel, Ribbesbüttel, Isenbüttel.
Die niedersächsische Polizei versucht, per Notruf...
Anobella - 5. Oktober, 19:34
Die richtige Jahreszeit
für eine Kaminofenattrappe ist es jetzt wieder....
zuckerwattewolkenmond - 5. Oktober, 18:50
Sonntagskaffee
Dann bin ich mal gespannt, wie er nun schmeckt, der...
hith - 5. Oktober, 15:55

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