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Passendes Gefühl gesucht!

Ich war heute Trauzeuge bei der standesamtlichen Trauung der Frau, die ich schon seit Jahren abgöttisch liebe. Wenn es jemals einen Beweis meiner Freundschaft gegeben hat, dann doch diesen. Wie es in mir aussieht, wage ich nicht mal zu beschreiben, doch wem sollte ich auch davon erzählen? Das war heute definitiv einer der schwärzesten Augenblicke meines bisherigen Lebens. Mehr kann ich dazu eigentlich momentan nicht zu sagen.
NibblesChris - 8. Februar, 23:04

*drück dich*

WilderKaiser - 8. Februar, 23:05

Danke...
zuckerwattewolkenmond - 8. Februar, 23:05

Oh, oh,

das ist wirklich hart. Ich glaube, sowas hätte ich nicht durchgestanden.

WilderKaiser - 8. Februar, 23:08

Das ist wie Achterbahnfahren ohne Achterbahn.
nessy - 8. Februar, 23:46

Ja.
Eine harte Nummer. Es gibt keinen Trost.
Weiß sie es? Ahnt sie es wenigstens?

WilderKaiser - 9. Februar, 08:11

Ja, sie weiß es.
nessy - 9. Februar, 09:52

Dann schließe ich mich DonParrot an: Das macht sie nicht unbedingt sympathisch. Wenn sie Dich ebenfalls mag - und das tut sie ja offensichtlich, wenn auch "nur" als Freund - hätte sie Dir so etwas nicht zumuten sollen.
Frau Schaaf - 9. Februar, 10:10

Vermutlich hat sie ihn gefragt und er hat "ja" gesagt, in dem Fall hat er es sich also selbst zugemutet. Hätte sie ihn nicht fragen dürfen, weil sie von seiner Liebe wusste?

Ebensogut hätte er "nein" sagen können. Wer sich freiwillig dieser Art von Schmerz aussetzt, muss damit rechnen, dass er ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Es bleibt also zu hoffen, dass die Gefühlssouveränität, die weiter unten schon angesprochen wurde, auch bald eintritt.

Alles Gute für Dich.
WilderKaiser - 9. Februar, 18:01

Lieben Dank. Ja, du hast recht. Es standen alle Türen offen, und ich hätte nicht durch diese gehen müssen. Ich tat es trotzdem. Warum, erschließt sich mir auch nicht. Aber das kommt vielleicht noch, nach einigen Wochen oder Monaten...LG, WilderKaiser
Chinaski - 8. Februar, 23:54

Die Sache gehört eigentlich nicht zu den harten Nummern dieser Welt. Es gibt soviel wichtigeres und essentielleres. Aber selbst wenn, grade an solch einen Tag würde ich um die Bars ziehen, trinken und eine andere vögeln. Move on

nessy - 9. Februar, 00:30

Doch. Es ist hart, weil man seine Empfindungen nunmal nicht immer kontrollieren kann. Aber Du hast Recht: Fast jeder erwachsene Mensch auf dieser Welt war schon einmal unglücklich verliebt. Es hilft nichts, es muss weitergehen. Move on. Nur dann verblasst das Alte, und macht Platz für das Neue.
Chinaski - 9. Februar, 00:38

Ich könnte dir teilweise recht geben wenn wir uns darauf einigen würden dass die "härte" ziemlich subjektiv empfunden werden kann. Ich wurde mit 14 ein Opfer der Zwangsrekrutierung und musste an der Front kämpfen, ich flüchtete nach Deutschland und musste mich durchschlagen. Ich bin seitdem also seit 21 jahren auf den eigenen Beinen. Da macht man genügend harte Situationen durch, so dass einem sowas im Vergleich wie ein Kindergeburtstag vorkommt. In der Tat ist diese Geschichte keine in dem Sinne harte Nummer wenn man die wirklich harte Seiten des Lebens kennengelernt hat und selbst wenn nicht, braucht man sich nur umzuschauen und das ganze Elend um sich herum zu realiseren um einfach mal über eine Frau (oder auch ein Mann) leicht hinwegzukommen.
ElsaLaska - 9. Februar, 00:45

Relativieren mach ich auch gerne.

Ist auch bis zu einem gewissen Grad hilfreich. Sich das Elend anderer vor Augen halten, die an diesem Tag eine tödliche Diagnose, eine tödliche Verwundung erhalten haben, gestorben sind, eine Fehlgeburt hatten etc etc. ist nie verkehrt.
Aber, lieber chinaski, Krieg/Tod/Verwundung ist ebenso eine menschliche Grenzerfahrung wie Angst (existentielle Angst meine ich) oder Liebe. Die haben was gemein. Du kommst als Mensch an die Grenzen deiner Existenz, deines Weltbildes. Natürlich auch bei glücklicher Liebe, die dir widerfährt, aber besonders auch bei unglücklicher.
Insofern ...
Chinaski - 9. Februar, 00:52

insofern was liebe Elsa? Muss dieser Mann nun endlich loslassen und einfach mal weiter machen oder nicht?

Also insofern finde ich dass man hier sehr wohl relativieren sollte um einfach mal zu kappieren dass es faktisch viel schlimmere Dinge gibt als einer Frau nachzuweinen die grade wahrscheinlich glücklich in den Armen ihres Mannes liegt und Nachts liebend gern für ihn die Beine breit macht. Allein diese einfache und logische Vorstellung sollte reichen um diese Frau völlig aus den Gedanken zu streichen.
Elsa (Gast) - 9. Februar, 01:02

Dieser Mann mussja erstmal gar nichts, finde ich.

Aber er sollte einen Schritt nach dem anderen machen.
Und weißt du, wenn du wirklich bis in deine tiefsten Tiefen verzweifelt bist, und dein Kopf dir aber sagt: Mein Gott, ich hab noch zwei Beine, ich bin gesund, ich kann sehen, es geht MIR GUT, was stell ich mich hier eigentlich an, dann geht es nach meiner Erfahrung noch viel viel schlechter, weil du dann auch noch ein schlechtes Gewissen dazu kriegst. Also bei mir ist es oft so. Das hilft dann nicht, sondern bringt einen noch tiefer runter.
Ich fänds ganz gut, wenn er, wie ich weiter unten schrieb, mal die Schleusen aufmachen würde. Aber vielleicht tut er das noch, wenn er sich wieder einigermaßen gesammelt hat.
In welchem Krieg warst du, wenn ich nachfragen darf?
Chinaski - 9. Februar, 01:10

Ich bin Perser und musste 1987 zur Front um gegen die Iraker zu kämpfen. Hier kannst du darüber lesen falls es dich interessiert.
ElsaLaska - 9. Februar, 01:18

Vielen Dank.

Hab schon die Hunde im Header deines Blogs bewundert.

Ja, es interessiert mich. Seit eben.
nessy - 9. Februar, 09:50

@Chinaski: Alle Erlebnisse, die über das normale Maß des alltäglichen Lebens mit all seinen Widrigkeiten hinaus gehen, sind in meiner Einschätzung natürlich nicht mit einbezogen. Doch vor Erlebnissen wie Deinen relativiert sich praktisch alles, was - und da gebe ich ElsaLaska Recht - dem WildenKaiser nicht weiterhilft. Seine Verzweiflung mag gering sein im Vergleich zu _wirklich_ traumatischen Erlebnissen, doch Wesen der Verzweiflung ist es auch, Vergleiche aus dem Blick zu verlieren.

Weitermachen. Sich neu verlieben. Das hilft.
WilderKaiser - 9. Februar, 18:05

Lieber Chinaski, ich wäre gerne etwas zynischer und abgebrühter und würde diesen Augenblick im Hinblick auf meine sonstigen Erfahrungen lieber mit einem Achselzucken wegstecken, als daran kleben zu bleiben. Aber ich kann es nicht. Das ist nicht immer von Vorteil, aber ich glaube, es bringt noch viel weniger, JETZT ein Anderer werden zu wollen oder zu glauben, dass ich mich aufgrund dieses Erlebnisses verändern müßte. LG, WilderKaiser
Chinaski - 9. Februar, 22:59

Eigentlich wäre ich geneigt zu sagen "fair enough" und die Sache hiermit beenden. Aber eins solltest du wissen nämlich was immer ich auch schrieb sollte dir einfach als eine neue Option dienen mein lieber. Wie du dein Weg im Leben fortsetzen willst hängt ganz allein von deinen eigenen Entscheidungen ab. Ich bin nunmal keiner der drumherum redet und ich sage dir dass der Mensch bis zum Tode sich feinschleifen kann so zusagen als autodidakt. Den Thrill darfst du nicht verlieren. Du sollst nicht ein anderer werden, aber man kann sehr wohl an sich arbeiten und einige charakterliche Dinge abstellen die einem das Leben schwer machen. Jeder kann seine eigene Persönlichkeit selbst gestallten bzw. umgestalten.
DonParrot - 10. Februar, 09:06

Da bin ich anderer Ansicht. Natürlich kannst Du an Dir arbeiten, und natürlich wird der Charakter auch von der Umwelt beeinflusst und verändert. Aber wenn Deine Persönlichkeit - so ca. mit Mitte 20 - geformt ist, dann kannst Du nur noch unterdrücken, was Dir missfällt. Ändern ist dann nicht mehr drin.

Und die Grundanlagen werden Dir eh in die Wiege gelegt.
zuckerwattewolkenmond - 10. Februar, 18:20

@Kaiser: Gerade das mag ich an dir, dass du eben nicht so zynisch bist wie manch anderer. Vielleicht hattest du noch nicht genug Gelegenheit, vielleicht bist du aber einfach auch so stark, nicht "zuzumachen" dabei, aber wie auch immer - gewöhn es dir BITTE nicht an. Trotzdem darfst du ruhig öfter mal NEIN sagen. ;o)
Chinaski - 11. Februar, 15:23

@Parrot
Wie auch immer deine Ansicht aussehen mag, mir kommt sie in diesem Zusammenhang etwas schwamig vor. Nach deiner Aussage müsste doch der Mensch ab 20 persönlich und charakterlich nur noch auf der der Stelle treten bis er irgendwann den Löffel abgibt. So ist es nicht. Du nennst die charakterliche Entwicklung nach dem 20ten Lebensjahr "unterdrücken was einem missfällt", ich nenne die Entwicklung beim richtigen namen nämlich: "Entwicklung"!
Es ist ganz einfach, selbst mit 80 kannst du dich verändern, charakterzüge entledigen und neue hinzubekommen. Wer dir was anderes erzählt hat, hat es sich und dir ziemlich leicht gemacht.
DonParrot - 11. Februar, 15:59

Man sollte die Realität schon akzeptieren können.
Ein Charakter ist kein Lego-Baukasten sondern eine gewachsene Entität. Da kannst Du nicht einfach mal eben was 'abschneiden' oder 'hinzufügen'.

Wäre ja auch grauenhaft.

"Was, Du entsprichst nicht der Norm? Das wird sofort geändert. Ab zum Charakter-Chirurgen."

Nee Danke!
Chinaski - 11. Februar, 16:06

Die Norm? Das ist witzig da doch grade du der jenige bist der meint persönlichkeit und charakter seien unabänderlich. Das ist eine Norm.

Du bist hier der jenige der Charakter und Persönlichkeit als etwas statisches ansieht. Ich sage scheiss auf die Norm und Statik. Nimm die Dinge selber in die Hand und du wirst garnicht aus dem staunen heraus kommen was alles möglich ist. Ändert die Dinge selbst, wartet nicht auf Gott und auch nicht auf irgendwelche Typen die euch erzählen: "Ach du bist schon über 20? Keine Chance mehr! Leb mit dem was du bist und darstellst!"

Nein, man kann sich ändern, auch die Persönlichkeit und Charakter verändern sich wenn man bewusst darauf hinarbeitet und da ist auch keine Rede von plötzliches "abschneiden und hinzufügen" wie oben von dir behauptet. Es geht um die Möglichkeit einer Veränderung und die gibt es zu 100%.
DonParrot - 11. Februar, 16:34

Nee ist klar...

Der Körper ist wie er ist - aber alles Andere kann man verändern wie Knetmasse. Ist ja logisch. Ich frage mich nur, woher Du diese 'Information' hast.

Nur gut, dass es nicht wirklich so ist. Dann wären wir wohl schon vor Jahrzehnten alle vom 'Großen Bruder' gleichgeschaltet worden.
Chinaski - 11. Februar, 16:47

Wer hat dir gesagt dass selbst der Körper "so bleibt wie er ist"?

Es wird irgendwie immer zynischer und substanzloser. Du solltest dich schon entscheiden: Will der Chinaski nun alles vereinheitlichen damit alles einer Norm unterliegt (das hast du da oben so ziemlich zynisch angedeutet) oder will der Chinaski dass der Mensch es endlich kapiert dass er potentiell progressiv und faktisch veränderlich ist? Deine schwache These führt nämlich zu Stagnation der Geister. Ganz nach dem Motto: Du bist und bleibst so, der Schwarze ist nunmal schwarz und dumm, aber dafür physisch stark und überlegen, der Schwarze hat nunmal eine gute Stimme und kann springen als hätte er Feder unter den Füssen und der weisse ist nunmal die geistig überlegene Kreatur dieser Erde. Dass der Schwarze sich genetisch gesehen von den eigenschaften eines Norwegers nur um 2% unterscheidet ist dir wohl nicht bewusst. Lass die schwarzen über tausende von Jahren in Schweden leben und sie werden nach und nach heller werden und du willst mir sagen dass der Charakter und Persönlichkeit eines Mannes wie der Kaiser dermassen festgefahren und vorprogrammiert sei, dass er nicht mal in der Lage seien kann demnächst einfach mal nicht mehr einer Frau nachzuweinen die ihn nicht liebt?! ALLES verändert sich, wirklich ALLES. Früher hatten wir Menschen Eckzähne wie ein Raubtier, seit dem wir unser Fleisch weichkochen, fand unsere Körper keine Verwendung mehr für solch lange und scharfe zähne also bildete sich unser Eckzahn nach und nach zurück auf die grösse die du heute kennst. Mit Persönlichkeit und Charakter ist es ganz ähnlich. Es verändert sich und ist sogar kontrollierbar.
WilderKaiser - 11. Februar, 17:07

Manchmal habe ich - genauso wie der Don - den Eindruck, dass diejenigen, die vehement die totale Flexibilität der Persönlichkeit vertreten, außengesteuerter und angepasster sind als diejenigen, die dieser Möglichkeit eher skeptisch gegenüberstehen. Denn dass die meisten Sätze dieser neuen Religion nicht weit vom Gequatsche neoliberaler Prägung entfernt angesiedelt sind, ist eine unbestreitbare Tatsache. Da frage ich mich, ob ICH mich verändern muss, damit die Boni nicht gekürzt werden und der Empfänger dieser Wohltaten weiterhin seiner Verschwendungssucht frönen kann. Und glaubt mir, ich kenne die Innenansichten dieser Hölle. Zweifel und kritisches Infragestellen waren am unteren Ende der Leiter nicht erlaubt und zeugten nur von einer "Loser"-Einstellung - die unausgesprochene Voraussetzung war dabei immer, dass man zu den Gewinnern gehören wollte. Ich kann Einstellungen nicht verordnen wie ein Arzt eine Medizin verordnet, außer ich befürworte es, dass das Recht auf freie Selbstbestimmung unterlaufen wird. Ich darf dann aber auch nicht beklagen, dass sich niemand mehr für das Gemeinwohl erwärmen kann, und sei es nur in der Form, dass ich auch mal nach links und rechts schaue und die Bedürfnisse meiner Mitmenschen registriere. "Ich bin auf Erfolg programmiert und kann mich deshalb auf nichts Anderes mehr konzentrieren. Ich verfüge über eine absolut flexible Persönlichkeit, die jede Zumutung mit einem souveränen Lächeln quittiert." Ist das ein Leben? Sicherlich ist es so, dass ein Mensch eine ganze Reihe an prädispositiven Faktoren mitbringt, die er nicht beeinflussen kann, wie z.B. die sozialen Umstände, in die er hineingeboren wird. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass ein in den Slums von Rio geborenes Kind irgendwann einmal Vorstandsvorsitzender einer deutschen Aktiengesellschaft wird. Unwahrscheinlich, nicht ausgeschlossen. Es wäre jedoch mehr als zynisch, diesem Kind irgendwann einmal vorwerfen zu wollen, es habe sich einfach nicht genügend angestrengt, sollte es dieses Ziel nicht erreichen. Ich streite nicht ab, dass man sich verändern kann, auch zum Besseren hin. Aber was ist das Bessere? Bemisst sich dieses Bessere nach dem wirtschaftlichen Erfolg? Das kann offensichtlich nicht sein, denn sonst müßten die wirtschaftliche Erfolgreichsten die glücklichsten Menschen auf der Erde sein. Sind sie aber in der Mehrheit nicht, jedenfalls nicht, soweit ich weiß. Das ist die Frage nach dem persönlichen Glück, die jeder für sich selbst beantworten muss, ganz abgesehen von Ehre und Anstand.
Chinaski - 11. Februar, 17:28

Schau ich habe das Gefühl du liest lieber die Dinge die einer wie Parrot schreibt weil es dir die Sache leichter macht, das ist bequemer, dann kannst du nämlich die schlechten Eigenschaften beibehalten, immer wieder dem Selbstmitleid verfallen und dich damit trösten vonwegen man könne sich eh nicht mehr ändern. Man ist ja schliesslich über 20!

Um nochmal auf das eigentliche Problem zurück zu kommen: Egal wie du es drehst und wendest, du wirst -allein aus Selbsterhaltungsgründen heraus - letztenendes den Weg der Veränderung gehen müssen wenn du in Zukunft die selben Fehler nicht 4000 mal wiederholen möchtest. Bis zum Tode gibt es genügend neue und unbekannte Fehler die man begehen kann, man sollte aktiv daran arbeiten dass man wenigstens die Fehler die man schon mal gemacht hat, masochistischer Weise nicht mehrmals macht. Daran geht kein Weg vorbei. Sei du selbst, das stand nie zur Debatte aber versuch die Dinge an dir zu verändern die dir das Leben schwer machen und sag mir nicht dass es nicht geht. Es geht und ich weiss es.
WilderKaiser - 11. Februar, 17:49

Nein, Selbstmitleid ist es nicht, dem ich verfalle. Denn das würde ja bedeuten, dass ich mich selbst und andere betrügen würde. Aber lassen wir das. Veränderung ist notwendig, ja, durchaus, aber nicht um jeden Preis und nicht im Minutentakt. Ab und zu nehme ich mir die Zeit, um über sinnvolle Veränderungen nachzudenken. Alles andere wäre ein Pyrrhussieg oder blinder Aktionismus.
Chinaski - 11. Februar, 17:56

Jetzt wirds konstruktiver und gleich kommen wir einer Lösung etwas näher. Wir brauchen garnicht plakativ zu werden deshalb könnten wir das Gerede über "Pyrrhussieg und blinder Aktionismus" und ähnliche Dinge vielleicht erstmal aussen vor lassen ganz einfach deshalb, weil sie hier mit dem Thema nicht in Zusammenhang stehen. Ich denke von anfang an waren weder ich noch du an scheinveränderungen interessiert. Wir bleiben nüchtern und verändern einfach mal das was uns das leben schwer macht und vor allem verändern wir Dinge die wir wirklich verändern KÖNNEN ohne irgendwelche blinde Aktionen durchzuführen. Ìch denke das ist von anfang an alles gewesen weshalb ich überhaupt hier was reingeschrieben hab.
zuckerwattewolkenmond - 11. Februar, 18:41

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. "
sagte mal ein sehr kluger Mann.
Und auch wenn man mit Gott nichts anfangen kann, so ist doch dieser Wunsch durchaus der Beachtung wert. ;o)
DonParrot - 11. Februar, 18:54

@Chinaski: deiner Art, Deine Meinung als die einzig wahre hinzustellen, finde ich ziemlich unerfreulich und überaus arrogant.

Das macht es mir äußerst schwer, Dir auf Deine Argumentation sachlich zu antworten.

Erstens: Mir Dein erschreckend an die Vergangenheit erinnerndes Rassendenken unterschieben zu wollen ist, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit.

Zweitens: Dein Ansatz, die Veränderungen, die im Verlauf von Millionen Jahren der Evolution stattfinden, mit denen vergleichen zu wollen, die Deiner Ansicht nach im Leben eines Menschen herbeigeführt werden, ist derart fern jeglicher Realität, dass mir da nur Sprachlosigkeit bleibt.

Drittens: Die zwei Prozent Unterschied, die es Deiner Ansicht nach zwischen Eurasiern und Afrikanern betrifft, sind auch völlig aus der Luft gegriffen. Wenn ich recht informiert bin, sind nicht mal die Primaten und der Mensch so weit voneinander entfernt. Selbst zwischen Schwein und Mensch gibt es eine 95-prozentige genetische Übereinstimmung.

Viertens: Hochgradiger Schwachsinn ist Deine Behauptung, es könne innerhalb von nur 1000 Jahren zu so massiven evolutionären/genetischen Veränderungen kommen wie einer grundlegenden Veränderung der Hautfarbe.

Aber wie auch immer: Genau wie ich darfst Du natürlich jede Meinung vertreten, die dir genehm ist. Nur solltest Du - wenn Du Dich auf eine Diskussion einlässt - nicht mit falschen Behauptungen oder unbelegbaren Hypothesen hausieren gehen.

Damit stellst Du Dich nämlich selbst ins Abseits und sorgst dafür, dass auch eventuell korrekte Argumente von Dir nicht mehr ernst genommen werden.

Und damit ist diese Diskussion von meiner Seite erledigt.

Ein schönes Leben noch

Der Don
Chinaski - 11. Februar, 19:36

@Parrot
Ich denke wirklich dass du mittlerweile nur noch schreibst um überhaupt etwas geschrieben zu haben. Du schreibst Texte die soweit von dem eigentlichen Thema fern liegen die sogar mich zeitweise dazu verleiten auszuschweifen. Es kann sein dass deine Eitelkeit es nicht zulässt hier in dieser Diskussion eine einfache Sache einfach bleiben zu lassen. Um glaubwürdig zu klingen müsstest du aber erstmal die Pointe verstehen um entsprechend reagieren zu können.

Zu1: Versuch zu verstehen bzw. lies richtig bevor du antwortest und lass das paranoide denken. Hier hat dir keiner was untergejubelt. Ich habe dir lediglich vor den Augen geführt wo solch ein statisches Denken hinführen kann. Ich habe weder gesagt dass du ein Rassist bist noch dass du einer seien könntest. Das wir überhaupt über dieses Ding reden müssen ist meines erachtens traurig.

zu2: Das ist in der Tat ein schwierige Sache aber als Folge deiner statischen Gedanken, sah ich mich genötigt sogar Millionen von Jahren zurück zu gehen um dir klar zu machen dass es das Wort "Veränderung" überhaupt gibt. Dass es Veränderungen gibt die Millionen von Jahren benötigen um sich einzustellen während es auch kurzfristige Veränderungen gibt die innerhalb einer Minute vor sich gehen können, darüber denke ich brauch ich mich mit dir nicht zu streiten. Oder doch?

zu3: Wie schon angedeutet hoffe ich dass das ganze nicht dein Ernst ist. Wenn du möchtest können wir hier anfangen über plus minus 1% streiten, aber da fürchte ich musst du dir jemand aussuchen der sich zu dem Niveau herablässt. Schwein-Mensch 5% unterschied, Schwarzafrikaner-Nordeuropäer 2%. Über die Kommazahlen streite ich nicht. Es geht um die Pointe die du gänzlich verfehlt hast.

zu4: Ich finde viel schwachsinniger ist es zu antworten bevor man richtig liest. Von 1000 jahren war nämlich nie die Rede, von tausenDEN von Jahren dagegen schon und da sieht die Sache schon ganz anders aus. Also: Richtig lesen, dann antworten.


Und jetzt mein Lieber sag ich dir nochmal dass du ganz einfach lernen solltest das Wesen und die Thematik einer Diskussion nicht zu sprengen bzw. zu verändern nur um etwas gesagt zu haben. Hier ging es nämlich um eine einfache Sache. Hier sollte ein Mensch der offensichtlich unter einen einfachen Charakterzug leidet, die Option einer ganz und gar möglichen "Veränderung" in Aussicht gestellt werden. Ihm sollte ganz einfach eine andere Sichtweise geboten werden damit er weisst dass es sehr wohl einen Weg gibt sich und den lästigen Charakterzug zu verändern, dazu braucht dieser Mann weder 1000 noch mehrere tausend und schon gar nicht Millionen von Jahren. Es ist an sich traurig dass ich all das erklären musste um dir eine solch einfache Sache plausibel machen zu können.

Nun ist diese schwachsinnige Diskussion mit dir auch von meiner Seite beendet.
ElsaLaska - 8. Februar, 23:56

Könntest du mal bitte aus dir rausgehen?

"ich kann dazu momentan nicht mehr sagen"
Na gut, dann sag ich was. Nicht, weil ich mit der Tür in die Ruine fallen will, sondern weil du in der Überschrift dazu aufrufst.
Du bist abgrundtief enttäuscht, wütend, frustriert, gedemütigt, gleichzeitig außerordentlich stolz, den Tag so gut gemeistert zu haben, findest eigentlich, dass du eine Belohnung dafür verdient hättest, fühlst dich schlecht deshalb, denn die Belohnung hätte eventuell so ausgesehen, dass sie NEIN, statt Ja gesagt hätte und mit dir durchgebrannt wäre, was dich, sobald du das realisierst, dich nur noch mieser und minderwertiger fühlen lässt, als du dich eh schon fühlst, willst dich verkriechen, besaufen, in den nächsten Swingerclub gehen und es ein paar Mädchen, die ihr ähnlich sehen, so richtig besorgen, hast aufgrund dieser Fantasie ein noch schlechteres Gewissen, fühlst dich wie der letzte Haufen Scheißdreck, erhebst dann zaghaft wieder den Kopf, weil du darüber nachdenkst, wie du den Tag überstanden hast und dir das keiner so leicht nachmacht - fühlst dich schicksalhaft einzigartig hervorgehoben, denn sowas passiert schließlich nicht jedem und würdest gleichzeitig gerne auf dieses tragische Einzigartigkeitsgefühl scheißen und schlicht und einfach GLÜCKLICH sein ohne weitere Dramen und verzweifelst deshalb an deinem Leben, dass dir sinnlos vorkommt und wie ein billige Farce, eine Soap, schlimmer, eine abgrundtief lächerlich inszenierte Telenovela von einem sehr sehr niederen, kriechendem und schmutzigem kleinen Gott, der dir lieber nicht im Dunkeln begegnen sollte die nächsten Monate, weil du dich sonst vergessen könntest und wieso überhaupt Gott, es gibt keinen Gott, es gibt nur irgendeine zynische kosmische Instanz, die dich in dieses lächerliche Leben geschleudert hat, um sich ausdauernd über dich lustig zu machen.

So in etwa?

Morgen beginnt übrigens der erste Tag vom Rest deines Lebens.

*streicht dir über den Kopf*

WilderKaiser - 9. Februar, 17:57

Zynische kosmische Instanz - ja das reicht in etwa an den Inhalt meiner Gedanken heran. Was soll´s. Woanders gehen Städte im Regen unter. Mund abputzen und weitermachen. Verzeih mir, wenn ich die passenden Worte im Moment nicht finden kann; ich bin einfach noch zu sehr geschockt.
steppenhund - 9. Februar, 00:25

ich glaube, sowohl Elsa_Laska als auch Chinaski haben recht. Elsa vielleicht noch in der etwas sanfteren Variante.
-
Aus irgendeinem Grund kann ich es nicht als Beweis der Freundschaft sehen. Eher als das Unvermögen, nicht loslassen zu können.
-
Ich will dich wirklich nicht schlechter fühlen machen, aber ich schließe mich Chinaski an...

ElsaLaska - 9. Februar, 00:47

Oh schön. Sanft ist ein Beiwort, dass eher selten in einem Atemzug mit meinem Namen genannt wird. Danke.
steppenhund - 9. Februar, 02:17

Das "Über den Kopf streichen" muss in mir nachgewirkt haben. Dein Text mag nicht so sanft sein, aber er ist sowas von auf den Punkt getroffen.
Könnte man sich aufheben und für eigene Situationen ein bisschen variieren.
ConAlma - 9. Februar, 08:01

Als vergeblich Liebender in die Rolle des Trauzeugen zu schlüpfen scheint mir wie die Übernahme der Opferrolle zu sein: das wäre fatal! Und hochgradig masochistisch. Aber vielleicht d e r Schritt, um zu einer klaren Erkenntnis zu kommen und wieder zur Gefühlssouveränität zu gelangen. Saufen und Huren ist nach meinem Empfinden eine Art Lamentatio Major, den therapeutischen Wert erachte ich als gering.

WilderKaiser - 9. Februar, 08:10

Danke, Alma, für deine klaren Worte. Genau so ist es. LG, WilderKaiser
DonParrot - 9. Februar, 08:33

Darf ich Dich mal fragen, warum Du Dir diese Nummer angetan hast?

Und dass die Dame das von Dir 'verlangt' hat, obwohl sie um Deine Gefühle weiß, finde ich extremst rücksichtslos. Schon das wäre für mich ein Grund, mich zurückzuziehen. Wobei das wohl eh die einzige Möglichkeit ist, ein derart tief gehendes Gefühl zu begraben.

KEIN Kontakt mehr. Null! Nada!

WilderKaiser - 9. Februar, 17:58

Danke...ich weiß deine Anteilnahme sehr zu schätzen, lieber Don.

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