Gib´s auf!

Meine Profession ist jedenfalls nicht das Schreiben. Ich weiß nicht, was meine Profession ist. Vielleicht das Gepflegt-in-der-Ecke-Rumhängen. Meine Güte, bin ich ein Stümper; wenn ich lese, was andere hier so locker aus dem Ärmel schütteln, werde ich ganz mutlos. Rumpelverse und Holpersätze gehören zu meinem Standardrepertoire (echt teutonisch).
zuckerwattewolkenmond - 22. Mai, 23:55

So'n Quatsch!

zuckerwattewolkenmond - 22. Mai, 23:57

Und überhaupt muss es auch Rumpelverse geben und sei es nur, damit sie anderen ebenfalls Mut machen, sich zu äußern.
WilderKaiser - 22. Mai, 23:57

Entschuldige,

aber da kommt Elsa pfeifend auf deinem Blog vorbei und klatscht ein Gedicht hin, dass die Wände wackeln. Und ich muss 5 Jahre für eine ordentliche Inspiration beten und Kerzen anzünden. Nee, das ist nichts für mich, da kann ich nicht mithalten. Es dauert einfach zu lange!
zuckerwattewolkenmond - 22. Mai, 23:59

Elsa's Gedicht ist zwar schön, aber du bist nicht Elsa. Du willst ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken.
WilderKaiser - 23. Mai, 00:01

Wenn ich nur wüßte, was...:-(
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 00:02

Na ja, wenn man nicht weiß was man sagen will, ist das natürlich blöd. *gg*
WilderKaiser - 23. Mai, 00:08

Naja, mal sehen, wie´s morgen heute läuft. Heute Gestern war jedenfalls ein von Krisen erschütterter Tag. Kann ja nur noch besser werden, ne! Im Baumarkt soll´s Stricke im Angebot geben.
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 00:13

Mein Motto ist ja immer, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Dann kriegt man in der Regel auch nicht solche Ideen. Aber ok, ab und zu neigt wahrscheinlich jeder dazu.
WilderKaiser - 23. Mai, 00:20

Ich sollte auf die Ratschläge...

...deiner besorgten bis entsetzten Geschlechtsgenossinnen hören und ein Typ- ,Stimmungs- und Lebensverbesserungsprogramm durchziehen. 1. Tag: beim Herrenausstatter. Birkis go Mülltonne! 2. Tag: Kündigung, ein Jahr Sabbatical. 3. Tag: in den Flieger steigen und irgendwohin fliegen. 4. - 100. Tag: irrsinnige Reiseabenteuer durchstehen. Der Cerrutti-Anzug macht alles mit. 101. Tag: Unwiderstehliche Anziehung auf Frauen erproben. 102. Tag: Gründung der eigenen Firma. Voilá!
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 00:23

Na ja, ich würde mir nicht gleich zu viel auf einmal vornehmen, aber ein bis zwei Punkte davon würden sicherlich auch schon was bringen. *gg*
WilderKaiser - 23. Mai, 00:26

Danke, das war ein sehr aufbauender Kommentar. Ne, ehrlich, du...
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 00:27

Wie jetzt? Etwa nicht? *gg*
WilderKaiser - 23. Mai, 00:31

Gute Nacht! *wirft den weißen Künstlerschal über die Schulter und geht möglichst dramatisch ab* :-)
ElsaLaska - 23. Mai, 15:23

Geh doch einfach öfter auf zuckers blog,

Wilder Kaiser, und lass dich inspirieren, dann verbrauchst du weniger Kerzen :)
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 18:02

Ich behaupte ja schon seit Jahren, dass ich die perfekte Muse bin. Aber es hört ja keiner auf mich. *frech grins*
Vistina - 23. Mai, 00:11

ach was ... les amal was bei mir, dann gehts dir wieder besser ^^

WilderKaiser - 23. Mai, 00:14

Ich komm gern vorbei...

...und lese bei dir, aber ohne Wettbewerbsgedanken! :-)
Vistina - 23. Mai, 00:19

na gottseidank ... bei dem schmarrn den i zusammenschreib würd i ja eine krise kriegen wenn da wer mit wettbewerbsgedanken vorbeikommen würde
nessy - 23. Mai, 00:31

Das ist doch hier keine Wer-ist-besser-Veranstaltung. Also, marsch, marsch zurück mit dem Selbstmitleid und weiterschreiben. Auf die Botschaft kommt es an.
Btw: Die Texte, die sich am lockersten lesen, machen die meiste Arbeit. Auch für Leute, die sich von Beruf wegen mit dem Schreiben befassen.

WilderKaiser - 23. Mai, 00:33

Nein, stimmt,

das ist es nicht. Aber manche können einen schon erschlagen. Sicher macht auch das Arbeit.
ConAlma - 23. Mai, 07:48

professionen und andere unbill

* Allein ein weißer Künstlerschal bringt schon einiges an Unwiderstehlichkeitspotential, dazu noch sanftes Jammern - Frauen kümmern sich doch so gern!
* Von Texten erschlagen kann man auch sein, wenn sie eigentlich gar nicht gut sind. Aber über einen hereinbrechen. Vielleicht: gute Texte genießen, in sie hineingehen. Dann erwachsen einem selbst Beflügelungen.
* In solcher Holper-Rumper-Stilzchenstimmung sich gar nicht erst dem Vergleich aussetzen. Selbstmitleid still pflegen. Jede virtuelle Ansprache könnte die ganz falsche sein. Denn mal ehrlich: hat irgendwas von letzter Nacht geholfen?

WilderKaiser - 23. Mai, 20:12

Unwiderstehlichkeitspotential -

du hast es erfasst! Das versuche ich gerade zu entwickeln. Requisite muss natürlich sein! :-)
DonParrot - 23. Mai, 09:18

Lieber Gipfelstürmer,
es gibt viele Wege zum Erfolg.

Erlaube mir, dass ich ein Beispiel aus dem Sport wähle, und zwar den Vergleich zwischen John McEnroe und Ivan Lendl:

McEnroe war sicherlich der deutlich begabtere Spieler, dessen Spiel von Genialität geprägt war. Dennoch war Ivan Lendl, der Zeit seiner Karriere har an sich arbeiteten musste, da ihm McEnroes Genialität fehlte, fast fünf Jahre lang (mit Unterbrechungen) die Nr. 1 der Weltrangliste, währen der große John das gerade mal ein Jahr oder so schaffte.

Geh also einfach deinen Weg.

WilderKaiser - 23. Mai, 20:15

Hallo Don,

danke für deine mitfühlenden Worte. Es stimmt, wenn einem alles einfach nur so zufliegt, muss man sich nicht mehr besonders anstrengen und über sich hinauswachsen. LG, WilderKaiser
ElsaLaska - 23. Mai, 12:10

Mann...

Ich wollte eigentlich nur Zucker eine Freude machen und ihr ein Kommentargedicht hinterlassen, manchmal findet man das ja schön (mancher findet es auch nicht schön, ich dachte, es käme vielleicht ganz gut bei ihr an).
Und was passiert? Du kriegst die Krise.
So war das ja nicht gedacht ...
Schreiben ist übrigens eine Tätigkeit, bei der man nicht SCHLECHTER wird, während man sie ausübt, sondern besser.

ElsaLaska - 23. Mai, 12:12

Im Übrigen,

diese Punktetagesliste (Sabbatical, Cerruti) klingt ganz gut. Es ist nie von Nachteil, wenn man ersteinmal versucht zu leben, und dann darüber schreibt *gg*
zuckerwattewolkenmond - 23. Mai, 15:00

Du solltest öfters ein Gedicht bei mir hinterlassen. Das steigert unglaublich meine Besucherzahlen, vor allem wenn unser Kaiser die Krise dabei kriegt. ;o)
WilderKaiser - 23. Mai, 20:22

Das ist ja...

...das Deprimierende: ich werde nicht besser. Nur routinierter und erfahrener. Wie überall. *sucht eine Schulter zum Sich-Ausheulen*
svashtara - 23. Mai, 13:56

Und meinen Senf bekommst du auch noch dazu:

Irgendein Autor hat mal gesagt: Wenn es nur eine Winzigkeit gibt, die dich davon abbringen könnte zu schreiben, dann werde lieber kein Autor. Ob er auch Selbstzweifel damit gemeint hat? Ich weiß es nicht.
Was ich allerdings mit Bestimmtheit weiß, ist, dass einem selbst die Texte Anderer immer origineller und besser vorkommen als die eigenen. Das ist kein Wunder, denn was aus der eigenen Feder stammt, kennst du ja auch schon. Es wirkt nicht mehr originell. Für Andere dagegen schon.
Dass wir hier alle nicht die megatalentierten Wunderkinder sind, versteht sich wohl von selbst. Und wenn du schreiben willst, dann tu es. Überlasse es Anderen, deine Texte zu kritisieren. Aus deinem Munde sollte nur ein Lobgesang auf dich selbst ertönen. Das hilft bei Selbstzweifeln. Manchmal jedenfalls.

testsiegerin - 23. Mai, 16:12

Hä?

zitat svashtara: Dass wir hier alle nicht die megatalentierten Wunderkinder sind, versteht sich wohl von selbst.

ich glaub, ich les nicht richtig! ;-)
WilderKaiser - 23. Mai, 20:18

Ja genau.

Aus meinem Munde wird nur noch ein Lobgesang auf mich megatalentiertes Wunderkind ertönen. Und sagt dann nicht, dass euch das nervt! Gott, bin ich toll! Gott, bin ich toll! Gott, bin ich toll...:-)
DonParrot - 23. Mai, 20:26

Also ich muss morgens immer 'ne Sonenbrille aufsetzen, bevor ich in den Spiegel schaue - sonst bin ich für Stunden geblendet. *ggg*
Schreibmaschinist_Jon - 23. Mai, 15:56

Sie, Herr Kaiser, schreim´s weiter; wenn´s wüssten, was auch der Goethen und der Schillern und überhaupt so alle für´n Scheiß mal g´schriem ham, was kaum einer kennt, weil´s gar nich veröffentlich worn is, Sie, Herr Kaiser, schreimse weiter, weil so mancher Scheiß is der beste Dünger für was man noch nich so genau wissen kann, vor allem wenn´s gar kein so´n Scheiß is, wie´s Sie selbst meinen tun.

WilderKaiser - 23. Mai, 20:29

Das Beste wäre, einfach...

...zu schreiben und die Wertung anderen zu überlassen. Aber das erfordert mehr Disziplin als der ständig präsenten Frage nachzugehen, wo ich stehe. Vieles kann man wohl auch erst aus einer gewissen zeitlichen Distanz heraus berurteilen.
Schreibmaschinist_Jon - 23. Mai, 20:34

... vielleicht einfach schreiben, ohne die Wertung anderen zu überlassen, bis es Dir selbst gefällt, denn Du bist ja Dein größter Kritiker, den zum Verstummen zu bringen es gewisser "Killerinstinkte" gegen diesen bedarf...
ConAlma - 24. Mai, 07:14

Brötchenverdienschreibkram

Ich hab mir eine Zweitprofession geangelt, die zwar viele gern als meine Hauptprofession sehen würden, aber in stillen Stunden mit mir hab ich mich zur Bescheidenheit aufgerafft und verpacke deshalb "nur" durchaus gustiöse Themenbereiche in halbwegs poetisches Gwand.

Das ist, wenn z.B. zig Texte, eigentlich mehr Besprechungen, komprimiert, in ihrer Aussageessenz erfasst und mit wenigen Zeilen in dieser dargebracht werden sollen, eine Fließbandarbeit, die dennoch höchste Sorgfalt erfordert, und wenn dann noch der Anspruch (der einem von den lieben wohlmeinenden Mitmenschen herangetragen wird) einer unterscheidbaren Stilistik dazukommt, ziehen sich die Stunden ....

Da hilft tatsächlich nix anderes als Disziplin, Distanz von Unfähigkeitsanwandlungen, aber auch Größenwahn - Bescheidenheit eben und Fleiß, und dann wird eh was draus!

*hat noch nix abgeschickt, könnt ja sein, dass es nicht gefällt
**hat deshalb auch nicht groß Zeit für eigene Einträge
***hat ja auch noch diesen derzeit ennervierenden Hauptjob

grobi. - 24. Mai, 20:35

ICH lese gerne bei Dir, also kann es gar nicht rumpelig sein. Hihi, ich würde auch so gerne so gut nicht schreiben können wie Du :)

Die Grobi hat sich sogar ein Grammatikbuch gekauft... denn es gibt so viele herrliche Blogs, wo das Lesen einfach nur Spass macht. Bei einigen kommentiere ich extra NICHT, um die gar nicht auf mein lahmes Geschreibsel über den Alltag aufmerksam zu machen. Ich schreibe, weil es mir Spass macht - und ich lese, weil ich gerne lese.

Langweilige Blogs lese ich nicht! Und sei versichert, lieber Kaiser, ich komme wieder *wink*

WilderKaiser - 25. Mai, 23:07

Ich fühle mich...

...beim Schreiben immer wie der ehemalige Lateinschüler, der ich einst war: intelligent, faul, phantasiebegabt und, was alles andere wieder zunichte machte, ängstlich und sich vom Urteil anderer abhängig fühlend. Darum suchte ich auch zuerst nach Grundlagen, nach ehernen Gesetzen, und wurde zum Grammatiker, dem über seinem makellosen Stil der Inhalt verloren zu gehen drohte. Und irgendwann wird es tatsächlich auffallen, dass ich nur ungeheuer belesen bin, aber nichts Eigenes einbringen kann.

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