Präludium

Schon seit Monaten hatte man ihm keinen Fall anvertraut. Um so überraschter war er, als sein Vorgesetzter anrief, um ihn in das Besprechungszimmer zu bestellen. Seine plötzlich aufkeimenden Hoffnungen zerplatzten jäh, als er in das Besprechungszimmer trat. Die Kollegen befanden sich in heller Aufregung und beachteten ihn kaum. Der einzige, der ihm hier sympathisch war, war Manfred, der EDV-Fachmann. Er nickte ihm kurz zu. Da aber neben ihm kein Stuhl mehr frei war, würde er sich an den einzig freien Platz neben Kuhnwein setzen müssen. Kuhnwein war ein widerlicher Karrierist, der es ihm nicht verziehen hatte, dass er einen Fall, dessen Aufklärung Kuhnwein leitete, quasi im Alleingang und am Schreibtisch gelöst hatte. Kuhnwein schenkte ihm ein sardonisches Grinsen, als er Platz nahm, dann diskutierte er weiter mit dem Leiter der Einsatzstelle, Schneider. Schließlich erhob sich Schneider und räusperte sich. Das Gemurmel erstarb. "Meine Herren, erstmal einen guten Tag! Heute morgen wurde in Melstein, einem kleinem Ort an der Laach, die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Die Leiche befand sich bereits im anfänglichen Zustand der Verwesung, und wir müssen zunächst alles daransetzen, sie zu identifizieren. Auffällig war dabei auch, dass die Leiche unbekleidet war und keine weiteren persönlichen Gegenstände bei sich trug. Auch hier wird im Umkreis der Fundstelle fieberhaft nach weiteren Hinweisen gesucht. Ich habe heute morgen mit dem LKA telefoniert, und sie werden uns eine Spezialistin als Unterstützung schicken. Ich hatte gehofft, sie euch bereits vorstellen zu können, aber offensichtlich hat sie sich verspätet. Ich schlage darum vor, dass Kuhnwein und Hofmann die Vermißtenkartei durchforsten. Kollmer, Sie besichtigen mit mir den Fundort der Leiche. Vielen Dank." Er war wie vor den Kopf geschlagen. Er wollte aufstehen und schwach protestieren, aber die Tür öffnete sich, und eine außerordentlich schöne blonde Frau betrat den Raum. Sie trug einen riesigen Pilotenkoffer bei sich und ging schnurstracks auf Schneider zu. "Herr Schneider, nehme ich an?" "Und Sie sind Frau Kerstein?" "Ja." Schneider beugte sich vor. Es sah fast so aus, als wollte er ihr die Hand küssen, aber er schüttelte sie dann doch nur knapp. "Herr Kollmer" - Schneider streifte ihn mit einem kurzen Blick - "und ich wollten gerade nach Melstein raus fahren. Wollen Sie uns begleiten?" "Ja, sehr gern." Die halbstündige Fahrt über wurde kaum ein Wort gewechselt. Er wollte sich auch nicht mit der Kollegin aus dem LKA unterhalten und sah statt dessen aus dem Fenster. Am liebsten hätte er losgeheult, und er konnte kaum sagen, warum. Als sie in Melstein ausstiegen, zischte Schneider ihm zu: "Mensch, Kollmer, reißen Sie sich zusammen!"

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Rauschen

wohin auch immer du deine schritte setzt der staub an deinen...
wohin auch immer du deine schritte setzt der staub...
ElsaLaska - 21. August, 01:15
Vier Wochen warten
muß ich noch auf meine Überraschung. Meine...
zuckerwattewolkenmond - 20. August, 22:44
Smoking kills more
Das muss eine Menge Zeit gekostet haben, bis dieses...
hith - 20. August, 22:12
Der godsbot.
Den Scipio da ausgegraben hat fällt wohl unter...
ElsaLaska - 20. August, 21:54
Meister der Improvisation
Langsam komme auch ich rein in diese Woche. Und das...
hith - 20. August, 21:50
Bilderrätsel.
Tiberius hat ein Beruferaten-Bilderrätsel eingestellt....
ElsaLaska - 20. August, 21:11
eben habe ich eine hose mit der hand umgenäht.
das floppte total. sieht ü b e l aus ... *betrachtet...
Anobella - 20. August, 16:41
Tränen der Erleichterung.
Sind heute schon geflossen, als sich herausstellte,...
ElsaLaska - 20. August, 16:14

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