Im Winter 86 und 87 trieben wochenlang dicke Eisschollen dicht gedrängt auf der Donau, die ich auf meinem täglichen Weg zur Schule beobachten konnte. Im Zwielicht der Morgendämmerung dampften sie vor Kälte und knirschten, wenn sie aufeinander stießen. Eine komplett zugefrorene Donau habe ich allerdings noch nie erlebt, auch wenn es das schon gegeben haben soll. Jetzt fällt der Winter offensichtlich komplett aus, und auf den Herbst folgt der Frühling.
WilderKaiser - 14. Januar, 14:53 in:
Zwischenrufe
Der Gedanke, dass ich definitiv eines Tages nicht mehr sein werde, läßt mich vor Schrecken erstarren. Ich kann diese Konfrontation mit meinem eigenen Tod nur einige wenige Minuten ertragen, bevor ich mich wieder abwende. Dennoch weiß ich nur dadurch, dass ich keine Zeit habe, um mein Leben nach den Vorstellungen anderer zu leben und damit zufrieden zu sein, die konventionellen Erwartungen zu erfüllen. Es erfordert nicht einmal besonderen Mut, es ist schlicht und einfach eine Notwendigkeit, der zu werden, der ich bin. Ich kann mich nicht abwählen. Auch wenn die Trauer über eine unerfüllte Liebe das Feuer der Verlockung gewöhnlicher Freuden im Keim erstickt. Auch wenn das Glück nur in der Parallelwelt der trügerischen Phantasie möglich ist. Ich kann meine Sehnsucht nur mit den Sternen und der Dunkelheit teilen, und ein gnädiges Schicksal wird meine in den Sand geschriebenen Briefe der Brandung übergeben. Keine Macht wird mein Versprechen aufheben, nicht einmal ich selbst. Es geht eben nicht kleiner - und als einziger Ausweg steht mir nur der Sarkasmus offen.