Die blaue Gasse - 2006 im Rückblick
Schüsse in der Nacht...in den letzten verbleibenden Stunden möchte ich dem alten Jahr auf meine Weise Lebewohl sagen. Auch wenn ich vor allem die letzten drei Monate als Enttäuschung erlebte, entpuppten sich Menschen in meinem näheren Umfeld als mitfühlende Wesen, die sich auch mitten in der größten Hektik Zeit für mich nahmen und mir zuhörten. Danke dafür...2006 war ein Jahr der notwendigen, aber nicht unbedingt richtigen Veränderungen. Überhaupt war das Jahr beherrscht von einer fiebrigen und nervösen Rastlosigkeit, der ich nur in ganz seltenen Augenblicken etwas abgewinnen konnte. "Alles, was bleiben soll, kommt nicht schnell." Und wenn ich alles zusammenzähle, bleibt unter dem Strich nicht viel übrig von den glänzenden Aussichten, die sich noch in der Mitte des Jahres boten. Aber ich habe eine Eigenschaft hinzugewonnen, die ich mir vor 2006 nicht unbedingt zugeschrieben hätte - nämlich die Fähigkeit, meine Unzufriedenheit in kämpferischen Elan umzumünzen. Auch wenn es weh tut, auch wenn ich Angst habe: im richtigen Augenblick steht mir die Energie zur Verfügung, um mein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen. Das klingt jetzt unglaublich, vor allem, weil ich mir momentan nur die Decke über den Kopf ziehen und mich verstecken will. Aber ich weiß jetzt, dass es an der Zeit ist, einen Schritt weiterzugehen, wenn ich mich über mein ungerechtes Schicksal beklage. Und ich hoffe, dass ich durch diese neue Eigenschaft Menschen und Orten begegne, die mein Zuhause werden könnten. Dasselbe wünsche ich übrigens auch euch, egal ob ihr feiert, alleine oder auf der Suche seid. Lebt eure Träume und begrabt sie nicht...WilderKaiser - 31. Dezember, 18:48 in: Zeitlinien des Alltags