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Sonntag, 5. November 2006

November rain

Treppe

Geisha

Etüde (presto agitato)

Zusammen mit den Kriminaltechnikern trudelte auch Schneider am Tatort ein, dessen finstere Miene nichts Gutes verhieß. "Scheiße!", sagte Kollmer und trat seine Zigarette aus, während seine neue Kollegin ein schmales Lächeln zuließ. Schneider beachtete die beiden nicht. Er ging an ihnen vorbei und stolperte die Treppen zu Johnnys Wohnung hoch. "Kommen Sie, hören wir uns an, was er zu sagen hat!" Kollmer zupfte seine neue Kollegin am Ärmel. Schneider stand wie ein Feldherr im Türrahmen und dirigierte die Kriminaltechniker von dort aus. Ab und zu nestelte er nervös sein Handy aus der Innenseite seines braun gestreiften Jacketts und starrte es an, als erwarte er irgendeine Offenbarung. Kollmer trat hinter ihn und räusperte sich: "Chef, wie sieht´s aus?", bemerkte er in einem flapsigen und höchst unpassenden Ton. Schneider drehte sich langsam um. "Kollmer, um Sie kümmere ich mich noch persönlich. Jetzt haben wir auch noch das BKA und den BND am Hals! Können Sie sich überhaupt vorstellen, was jetzt los ist? Haben Sie davon auch nur die entfernteste Ahnung?" "Wenn ich Ihnen behilflich sein kann...?" "Schreiben Sie Ihren Bericht, aber ein bißchen plötzlich. Wie kann es eigentlich sein, dass Sie mit diesem...äh...Johnny über Ihre Fälle sprechen? Ist das ein Angehöriger unserer Polizei, den ich noch nicht kenne?" "Ist ja schon gut. Ich trolle mich." "Ja, aber Sie lassen sich vorher auf Spuren untersuchen. Mann, Mann, Mann, arbeite ich hier überhaupt nur mit Unfähigen zusammen?" Als Kollmer und seine neue Kollegin nach unten gingen, munterte sie ihn ein wenig auf: "Halb so schlimm, Kollmer. Jetzt brüllt er ein wenig rum, das ist schon in Ordnung. Sie werden sehen, er beruhigt sich ebenso schnell wieder." "Ja, wollen wir´s hoffen. Ich glaube, diesmal habe ich den Bogen ein bißchen überspannt. Aber warum das BKA und der BND? Fehlt nur noch das Außenministerium." "Vielleicht war Johnny doch nicht der, für den sie ihn gehalten haben." "Hm. Sie meinen, er war so eine Art Maulwurf?" "Ganz unmöglich wäre das nicht." "Aber warum dann diese Geschichte über diesen Pater?" "Über...wen?" Kollmer dämmerte es plötzlich. Vorsichtig ruderte er zurück. "Das war so ein Witz, den nur wir beide verstanden." "Worum ging es dabei?" "Ach, ein Pater kommt an das Himmelstor..." "Und?" "Und es ist verschlossen." "Das war alles?" "Ja, aber ich hatte öfter das Gefühl, als wollte er mir damit etwas anderes sagen." Seine neue Kollegin blieb skeptisch. Er war eben noch nie gut darin gewesen, irgendwelche Erklärungen aus dem Ärmel zu schütteln. Sie blieb stehen und lachte kurz auf. "Ich kannte mal einen Kollegen, mit dem ich mich nur über solche Insiderwitze unterhielt. Die anderen hielten uns für komplett übergeschnappt." Kollmer lächelte breit. Sie hatte den Köder geschluckt. Sein Bericht würde ein heißes Eisen werden, das fühlte er.

Rauschen

Bei Facebook melde ich mich ja aus Prinzip nicht an.
Selbst wenn ich schon die Lust verspürte, aber...
ElsaLaska - 21. Dezember, 01:50
Vielleicht ...
schmoren wir katholischen Blogger ja im eigenen Saft,...
ElsaLaska - 21. Dezember, 00:40
Komplimente der besonderen Art
Am Donnerstag hatte ich mich wieder mal auf unserer...
hith - 20. Dezember, 23:00
Was Italo Svevo nie gelang, gelingt Evelyn Waugh:
Kongenialität mit Marcel Proust. Und wem gelang...
Anobella - 20. Dezember, 18:33
Nacht(b)revier 2009-Jahresrückblick [I]
Januar Das neue Jahr fängt damit an, dass ich...
ElsaLaska - 20. Dezember, 17:48
Wenn ich nach "katholische Autoren" google ...
komme ich auf eine Trefferliste, in der ganz oben ein...
ElsaLaska - 20. Dezember, 17:06
Die letzten Tage
…des Jahres fliegen dahin. Kommende und übernächste...
Frau Schaaf - 20. Dezember, 12:10
Seewald, sehr schön.
Er fragt sich, ob die Auferstehung ohne Frauen überhaupt...
ElsaLaska - 20. Dezember, 11:15

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