...hat dieses Blog nichts, aber rein gar nichts beizutragen. Genauso wie Sie hier auch nichts zu den Themen "Intelligenz" und "Erfolg" finden werden. Ich kann Ihnen statt dessen eine Portion "Durchschnittlichkeit" anbieten, mit einem kräftigen Schlag "Realismus". Als Dessert würde ich Ihnen ein Schälchen "Depression" empfehlen. Ja? Sie nehmen´s? Macht genau einmal Aufmerksamkeit, bitte. Wie? Achso. "Sex" und "Fußball" führen wir leider auch nicht, tut mir leid. Das muss zwei Türen
weiter sein.
16.00 war heute der entscheidende Zeitpunkt, um den sich heute alles drehte oder besser: wankte. Genervte Studenten riefen meine Kollegen an, weil in den Hörsälen keine Liveübertragung des Deutschlandspiels geplant war, und um 15.30 hatten sich die meisten bereits in den frühen Feierabend verabschiedet. Ich blieb, da kein Klose meine Belegstapel wegkicken könnte - eher würde er sich einen Bänderriss holen. Ich verfolgte das Spiel online und per Radio. Als ich um kurz vor 18.00 mit dem Bus Richtung Innenstadt cruiste, spie eine bekannte Kneipe am Galgenberg Massen von schwarzrotgoldenen Fans auf die Straße, die zu allem Überdruss auch noch abgesperrt war. Da ich meinen Anschluss nicht verpassen wollte und der Weg auch zu Fuß nicht mehr allzu weit war, überlegte ich nicht lange, stieg aus und stürzte mich in das Getümmel der euphorisierten Bierausdünster, in deren Mitte ich mich weitgehend unsichtbar machte. So ähnlich muss es wohl auch beim Wartburgfest zugegangen sein, damals, 1817; dieses historische Datum spukt mir, auch aufgrund der neuen Patriotismusdebatte, schon seit Tagen im Kopf herum.