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Montag, 5. Juni 2006

Geduld

Du musst Geduld haben, außergewöhnliche Geduld.

Eben, das ist es. Eine Geduld, für die mein Leben nicht ausreicht.
*stöbert wieder mal nach buddhistischen Texten im Internet*

Wenn du keine Geduld hast, wirst du keinen Erfolg haben; alles wird dir misslingen. Du musst außergewöhnliche Geduld haben, und das kannst du nicht, wenn dein Herz nicht rein ist, wenn dein Halt an Gott nicht stark ist, wenn das Gute in dir und deine Weisheit nicht entwickelt sind.

Geheimer Ort in Zentralgriechenland (14)

Sophia schien nach ihrem gereizten Fauchen plötzlich wie in Trance erstarrt. Dann durchlief sie ein Beben, und sie sank langsam zu Boden. Ihre Augen und ihr Mund blieben dabei offen stehen, ihr Blick war jedoch glasig und in eine ungeheure Ferne gerichtet. Dem Raben und den beiden Ameisen war dieser Anblick äußerst umheimlich. Nach einigen Minuten erholte sich Sophia langsam wieder und lief desorientiert auf und ab. "Was war mit dir?", fragte Muksch. "Ich weiß es selbst nicht. Carlos, ich hatte unrecht. Seht zu, dass ihr so schnell wie möglich von hier verschwindet, und steigt nie höher als die Hügelkette, die ihr hinter dem Haus seht. Rastet am Tag, und fliegt in der Nacht. Ein riesiges Geschwader ist rastlos auf der Suche nach uns. Ich schlage vor, ihr nehmt zunächst den Weg landeinwärts, dort werden sie euch am wenigsten vermuten." Sophia gab Miks und Muksch wortlos einige winzige Päckchen, die säuberlich verschnürt einige Schriftstücke enthielten. Danach torkelte sie ins Freie und starrte gebannt auf den Horizont über dem Meer. Captain Carlos wandte sich an Miks und Muksch: "Alles gepackt? Los, jetzt muss alles sehr schnell gehen." Sie klammerten sich an seinen Federn fest und nahmen auf seinem Rücken Platz. Auf der Terrasse trippelte Carlos bis zur ersten Stufe, nickte Sophia stumm zu und erhob sich mit ein paar kräftigen Flügelschlägen in die Luft. Wieder schmolz unter ihnen die Welt zu einem bunten Flickenteppich zusammen. Sophia war bald nur noch zu erahnen, und schließlich wurde sie vom Dach des Hauses verdeckt, in dem sie wohnte. Sie flogen eine Weile über eine karstige Hochebene, als der Rabe plötzlich landete. "He, was ist los?" "Verpflegung, Jungs. Ich habe hier ein kleines Lager angelegt, aus dem wir ein paar Dinge mitnehmen werden." "Wen werden wir denn in Damaskus treffen?" "Naja, wen wohl...Storch Schnabel natürlich.", sagte Captain Carlos ziemlich beiäufig. Miks pfiff anerkennend durch die Zähne. "Hast du so etwas Ähnliches bei Sophia schon einmal gesehen?", fragte Muksch. "Ich glaube, schon ein- oder zweimal, allerdings ohne dass sie es bemerkt hätte. Macht euch keine Gedanken..." - "...denn auch mir ist das schon einmal passiert.", ergänzte der Rabe in Gedanken. An dem Stein, bei dem sie gelandet waren, strich ein scharfer Wind vorbei. Captain Carlos trank einen Schluck Wasser, das sich in einer Pfütze auf dem Stein gesammelt hatte. Als er den Kopf wieder hob, verdüsterte sich seine Miene schlagartig. "Meine Güte, Sophia..."

Kein EOB

End of Blog Vorläufig aufgehoben. Irgendwo sollte man ja dann doch konsequent sein. Hier werden noch einige Beiträge gesichert, und dann wird nach und nach abgeschaltet. Vielleicht werde ich noch einmal ein neues eröffnen, aber ganz sicher werde ich mich dabei nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

Wechselnde Fronten

Ich wohne in einem unscheinbaren Dorf, das sich mitten in einer großen Ebene erstreckt und nur über staubige, unbefestigte Straßen zu erreichen ist. Das Dorf soll in Kürze von einer Armee von Außerirdischen angegriffen werden, die alle Bewohner niedermetzeln werden, die nicht auf ihrer Seite stehen. Da ich mich ebenfalls irgendwie in Opposition zu den Außerirdischen befinde, will ich mich irgendwo verstecken, wie viele andere Bewohner auch. Zunächst suche ich Zuflucht in meinem Auto, auf dessen Polster ich mich flach hinlege. Ich decke mich mit einem Steppbett zu und luge über den Rand. Die Scheiben des Autos sind ringsherum milchig angelaufen, so dass ich gar nicht erkennen kann, was draußen vor sich geht. Als mir mein Versteck zu unsicher erscheint, laufe ich in den Keller eines Gebäudes und stürze dort lange Gänge entlang, in die von der Seite her Licht einfällt. Schließlich gelange ich in einen Raum, den ich abschließen kann, und wähne mich in Sicherheit. Als die feindliche Armee eintrifft, bin ich mehr als erleichtert, dass es sich nur um Menschen handelt. Ich werde Zeuge einer standrechtlichen Erschießung von einem Dutzend Aufständischen in blauen Anzügen, die sich in einer Reihe hinknien müssen und von hinten mit einem aufgesetzen Pistolenschuss hingerichtet werden. Der Kommandant, der unser Dorf besetzt hat, murmelt danach etwas von "Ordnung muss sein!", verschont aber den Großteil der Bevölkerung. Ich gestehe ihm, große Angst gehabt zu haben, worauf er ziemlich lässig meint: "Ach, das ist halb so schlimm! Wenn wir dich auch gewollt hätten, hätten wir dich schon aus deinem Versteck im Keller geholt!"

Rauschen

Jedem Anfang liegt ein Ende inne, jedem Anfang wohnt die Wehmut...
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zuckerwattewolkenmond - 11. Dezember, 11:06
Traumsplitter
Im Traum führte ich eine interessante Diskussion...
zuckerwattewolkenmond - 11. Dezember, 10:15
Die Ernährungstherapie der Hl. Hildegard von Bingen (1098–1179)...
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Frau Schaaf - 10. Dezember, 19:08
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Anobella - 10. Dezember, 08:32
… und noch eine Aufgabe
Statt abends faul rumzusitzen, oder gar zu liegen,...
hith - 9. Dezember, 22:58
Gesteingespinst im bunten Herbstbeben, das Bett in Efeuewigkeiten, lustbefrei t...
Gesteingespinst im bunten Herbstbeben, das Bett in...
zuckerwattewolkenmond - 9. Dezember, 22:46

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