Montag, 17. April 2006

Ich bin begeistert.

Ich hätte beinahe übersehen, dass Papst Benedikt XVI. ja bereits etwas veröffentlicht hat.

"Aber die Art von Verherrlichung des Leibes, die wir heute erleben, ist trügerisch. Der zum 'Sex' degradierte Eros wird zur Ware, zur bloßen 'Sache'; man kann ihn kaufen und verkaufen, ja, der Mensch selbst wird dabei zur Ware. In Wirklichkeit ist dies gerade nicht das große Ja des Menschen zu seinem Leib."

aus der Enzyklika "Deus caritas est" von Benedikt XVI., Dez. 2005

Das passt ja wunderbar, dass der Papst etwas über die Liebe schreibt. Einen besseren Stoff für theologische Debatten könnte es gar nicht geben.

Der gesamte Text kann z.B. hier als .pdf-Dokument (dt. Übersetzung) heruntergeladen werden.

Rien ne va plus

Zumindest hier und heute auf twoday.net. Und dabei nehme ich kein Blatt vor dem Mund. Rings um meinen Laptop sind die Kratzspuren der Verzweiflung auf dem Schreibtisch zu finden. Mein Bildschirm ist mit einer feinen Schicht aus Holzstaub bedeckt. Das ist sans filtre gebloggt, sozusagen. Und dabei habe ich früher ganz selten Filterlose geraucht. Und wenn ich es tat, dann nur, um Eindruck zu schinden. Das kann man also ganz gut miteinander vergleichen.

Täusche ich mich...

...oder waren die Einträge beim vorherigen Webloghoster ein bißchen familiärer, persönlicher und nicht so auftrumpfend? Jedenfalls habe ich heute vormittag beim Lesen einiger nicht mehr weitergeführter Weblogs diesen Eindruck gewonnen. Es kann auch sein, dass ich nur goldenen alten Zeiten nachtrauere. Interessant ist auch, dass das Wort Depression zu einem rapiden Besucherschwund führt. Erst recht ein Beitrag, dessen Titel dieses Wort enthält. Gut, ich höre ja schon auf. Ich stolpere nur regelrecht über diese kleinen Merkwürdigkeiten.

Wunschtraum

Ab und zu stelle ich mir vor dem Einschlafen vor, dass ich mit einem fliegenden Teppich über die vom Mondschein erhellte Landschaft fliege. Ein Gedanke genügt, und der fliegende Teppich bringt mich sofort und in Windeseile an den Ort, an den ich gerade gedacht habe. So besuche ich nach und nach alle Plätze und Orte, an denen ich bereits war und an die ich nur noch eine verschwommene Erinnerung habe. Ich beobachte in den hellen Fenstern die Menschen, die mir einmal wichtig waren, und stelle erschüttert fest, dass ihre Gesichter unnachgiebiger und härter geworden sind im Laufe der Zeit. Und ich suche unter den Pappeln am Ufer der Donau und am Strand nahe Pompeji nach den Gefühlen vergangener Zeiten wie nach einer wertvollen Münze, die mir irgendwann abhanden gekommen ist.

Irren

Kollmer atmete tief die frische Nachtluft ein, als er vor dem Präsidium stand. Einige Fenster waren hell erleuchtet, und er ahnte die Geschäftigkeit, die er gerade hinter sich gelassen hatte. Einen Augenblick lang dachte er daran, jetzt noch Christina anzurufen. Sie würde mit ihrer dunklen Stimme "Hallo?" sagen und ziemlich verschlafen klingen. Er wußte nicht, ob er es wagen sollte. Christina war seine beste Freundin, mit der er ab und zu schlief. Sie waren beide sehr freiheitsliebend, und genau aus diesem Grund hatten sie auch zueinander gefunden. Es war ihnen gelungen, eine lose Verbindung aufrechtzuerhalten, ohne dass jemals einer von ihnen mehr verlangt hätte. Ihre Türen waren für den anderen immer offen, sei es nun, um nur zu reden oder um Zärtlichkeiten auszutauschen. Der Sex war unkompliziert, befriedigend und keine Kampfarena, in der man dem anderen etwas beweisen mußte. Er genoss das Abflauen der Erregung, wenn sie beide im Dunkeln nebeneinander lagen, ruhig atmeten und ihren Gedanken nachhingen. Wenn sie sich in einem solchen Augenblick zu ihm umdrehte und etwas sagte, sah er den Schimmer von Melancholie in ihren Augen leuchten. Es war ihnen beiden klar, dass sie auch andere Partner hatten, aber sie sprachen nie darüber. Er stieg in seinen Ford, fuhr aus dem Hof und auf die Ringstraße. Er wollte sie überraschen, indem er einfach unangekündigt bei ihr vorbeischauen würde. Seine Gedanken kreisten immer noch um den Fall, und er hoffte, dass sie sich eine halbe Stunde Zeit nahm, um ihm zuzuhören, auch wenn es mitten in der Nacht war. Eine knappe Viertelstunde später stand er vor dem Haus, in dem sie wohnte, und klingelte. Es knackte in der Gegensprechanlage, und eine männliche Stimme fragte: "Hallo? Wer ist da?" "Ich bin´s, Kollmer, ist Christina nicht da?" Es war ein Fehler gewesen, etwas zu sagen. Er hätte ganz einfach gehen sollen. Er hörte, wie sich Christina und der Mann aufgeregt unterhielten. Dann war Christina an der Gegensprechanlage. "Christina, ich bin´s, lass mich doch zumindest rein." "Martin, du Arschloch. Verpiss dich!" "Christina, Christina...!" Er hörte ein Knacken. Die Leitung war tot. Er wollte erneut klingeln, aber schließlich zuckte sein Finger zurück. In dieser Nacht wartete nur noch Jack Daniels auf ihn.

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Rauschen

Meine Mutter
geht jetzt ins Fitnessstudio (erzählt sie mir...
zuckerwattewolkenmond - 6. Oktober, 19:37
Öffentlich-rechtliche r Frust
Alles wegen dem ZDF! Ich sollte doch bei der GEZ kündigen,...
hith - 6. Oktober, 18:55
Dab’n'dudei
Wieso geht eine Woche Urlaub eigentlich viel schneller...
Frau Schaaf - 6. Oktober, 18:30
Heute morgen, Blick aus dem Labor:
Foto, Regenbogen
hith - 6. Oktober, 11:18
Ein neuer Anfang (wieder ausgebuddelt)
Ich finds immer wieder spannend, was man beim Ausmisten...
zuckerwattewolkenmond - 5. Oktober, 21:41
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für eine Kaminofenattrappe ist es jetzt wieder....
zuckerwattewolkenmond - 5. Oktober, 18:50
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Dann bin ich mal gespannt, wie er nun schmeckt, der...
hith - 5. Oktober, 15:55

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